Sport : Eishockey: Bundestrainer für ein Jahr

Foto: dpa
Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - 365 Tage im Jahr für die Nationalmannschaft da zu sein, das gehöre zum Anforderungsprofil für den Bundestrainer. So sagte es der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Uwe Harnos, als Jakob Kölliker als neuer Coach vorgestellt wurde. Die Aussage bezog sich auf Köllikers Vorgänger, Uwe Krupp, der die Kölner Haie übernimmt. Lange war spekuliert worden, ob Krupp in einer Doppelfunktion das Nationalteam und die Haie betreuen könnte. Mit der Entscheidung für Kölliker wurde jene monatelange Diskussion ad acta gelegt.

Eine neue steht aber bereits an. Denn mehr als 365 Tage Zeit bekommt der Schweizer Kölliker zunächst nicht – sein Vertrag läuft nur ein Jahr. Harnos beschwichtigte, dass Einjahresverträge Usus seien. Zudem sagte er: „Das ist keine Übergangslösung.“ Wunschkandidat des DEB war Ralph Krueger, der besitzt allerdings bei den Edmonton Oilers in der NHL einen Vertrag – genau noch ein Jahr. Statt einer Zusage konnte Krueger immerhin eine Empfehlung für Jakob Kölliker geben, mit dem er das Schweizer Nationalteam trainiert hatte.

Kölliker selbst äußerte sich verhalten: Er könne sich vorstellen, auch nach dem Vertragsende mit dem DEB zusammenzuarbeiten, die Funktion könne „auch etwas anderes sein als der Job des Nationaltrainers“, sagte er der Schweizer Zeitung „20 Minuten“.

Die Bundestrainer-Suche hat unterdessen Verstimmung zwischen DEB und der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hervorgerufen. Der DEL-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Arnold monierte, dass die Liga „nicht konsultiert“ worden sei. Für Gesprächsstoff ist gesorgt, auch weil der Posten des DEB-Sportdirektors noch neu zu vergeben ist. Gehandelt wird Jürgen Rumrich. Er soll die erste Wahl sein. rul

0 Kommentare

Neuester Kommentar