Eishockey-Champions-League : Eisbären: Ausgeschieden, aber viel gewonnen

Die Teilnahme an der Champions League hat sich für die Berliner gelohnt. Über 26.000 Zuschauer sahen die beiden Heimspiele, zudem verdienten die Eisbären ordentlch Preisgeld.

Claus Vetter

Am Ende erwiesen sich die Fans von Metallurg Magnitogorsk als Gäste mit Feingefühl. Anhänger des Eishockeyklubs ließen ein Riesenstoffmaskottchen an Eisbären-Trainer Don Jackson überreichen. Er möge es bitte bei der nächsten Partie der Berliner gegen Köln an Robert Müller weitergeben. Das Schicksal des an Krebs erkrankten Torwarts sei auch in Russland ein Thema, es habe sie sehr berührt, richteten die Fans aus.

Es war eine schöne Geste nach einem für die Berliner gelungenen Abschiedsabend aus der Champions League: 2:1 hatten sie die Russen geschlagen, was deren Trainer Waleri Belousow gar nicht gefiel. Nach der Niederlage gegen den Deutschen Meister jammerte Belousow über verpasste Torchancen im ersten Drittel. Partout wollte der Mann mit dem eisernen Vorhang vor dem Gesicht dem Gegner den verdienten Sieg nicht gönnen. Da wurde es selbst Jackson, sonst Meister in Sachen Selbstbeherrschung, zu bunt: „Ich muss das korrigieren, wir hatten mehr Torchancen im ersten Drittel.“

Magnitogorsks Trainer zeigte sich als schlechter Verlierer

Stimmt: 15 zu 7 lautete das Torschussverhältnis im ersten Abschnitt zugunsten der Berliner, die nach ihrem guten Auftritt trotzdem knapp gescheitert waren. „Wir sind mit drei Siegen aus vier Spielen ausgeschieden, das ist kaum zu fassen“, sagte Manager Peter John Lee. Magnitogorsk, Ufa (Russland) sowie Espoo Blues (Finnland) und Zürich spielen im Halbfinale.

Heute kehren die Berliner beim Spiel in Duisburg in den Ligaalltag zurück. Die Champions League war für die Eisbären in ihrer ersten Auflage für ein Erfolg: 26 500 Zuschauer sahen die zwei Heimspiele, es gab 433 000 Euro Preisgeld. Die Liga kommt besser an als ihre Vorgängerturniere: Die Stadien waren voll, die Fernsehpräsenz groß und die Präsentation professionell. Nach dem Premierenjahr wird es kommendes Jahr wieder um zehn Millionen Euro Preisgeld gehen, neben den sieben großen Eishockeynationen Europas haben dann Teams aus 15 anderen Ländern die Chance, sich für die Champions League zu qualifizieren.

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