Eishockey: Champions League : Eisbären besiegen Finnlands Meister

Im ersten Spiel der neu gegründeten Champions League im Eishockey haben die Eisbären den finnischen Meister Kärpät Oulu 3:2 geschlagen.

Claus Vetter

Kein Feuerwerk, keine Einlaufmusik, kein Nebel, kein Eisbären-Lied, kein Schnickschnack. So also sieht das Rahmenprogramm in der neuen Champions League im Eishockey aus. Das mag am Mittwoch nicht den Geschmack jedes Eishockeyfans unter den 13 000 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof getroffen haben. Allerdings war die Konzentration auf den sportlichen Teil der Veranstaltung auch nicht schlecht, denn das erste Vorrundenspiel der Eisbären Berlin gegen Kärpät Oulu war ein qualitativ sehr gutes Spiel mit überlegenen Eisbären. Folglich gewann der Deutsche Meister gegen den finnischen Meister verdient 3:2 (1:1, 1:0, 1:1).

Stilistisch wirkten die Finnen etwas filigraner, dafür waren die Eisbären in ihren Angriffen aggressiver als der Gegner, der sich in der eigenen Zone einige vermeidbare Fehler leistete. Einer davon führte schon nach 95 Sekunden zum Berliner Führungstreffer durch Tyson Mulock. Was bei den Finnen gut funktionierte war ihr Überzahlspiel, schon im ersten Versuch konnten sie dabei das 1:1 durch Ilkka Mikkola erzielen. Die Eisbären allerdings spielten in ihren schicken dunkelblauen Europaliga-Trikots weiter ein munteres Eishockey, was kurz nach Beginn des zweiten Drittels auch mit dem Tor zum 2:1 durch André Rankel belohnt wurde. Aus ihren Chancen machten die Eisbären jedoch zu wenig, erst im letzten Drittel wurschtelte Denis Pederson mit der Rückhand den Puck zum verdienten 3:1 ins Tor von Oulu. Eisbären-Torwart Rob Zepp machte es aber noch einmal spannend, indem er Toni Koivisto den Puck zum Anschlusstreffer auflegte. Der Torwartfehler war der letzte Höhepunkt eines unterhaltsamen Abends.

Anscheinend hatte es nicht geschadet, dass sich die Eisbären nicht groß mit den Stärken des Gegners beschäftigt hatten. Ausgerechnet Rob Zepp, selbst schon in Finnland aktiv, sagte: „Um ehrlich zu sein, habe ich mir die Aufstellung von Oulu vorher nicht angeschaut.“ Die Unwissenheit ihres Torwarts hat den Berlinern nicht geschadet, vielleicht sollten sie sich aber über den kommenden Gruppengegner in der Champions League besser informieren: Am 29. Oktober müssen die Eisbären beim russischen Spitzenteam Metallurg Magnitogorsk antreten.

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