Eishockey-Champions-League : Eisbären besiegen Magnitogorsk

Mit einem verdienten 2:1-Sieg über das russische Spitzenteam Magnitogorsk haben sich die Eisbären aus der Champions League verabschiedet.

Claus Vetter

Die Eisbären haben sich ehrenvoll aus der Champions League im Eishockey verabschiedet. Auch wenn es für die Berliner im letzten Gruppenspiel gegen Metallurg Magnitogorsk am Mittwoch nur noch um die Siegprämie von 50.000 Euro ging, so boten sie den 13.500 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof doch ein gutes Spiel und gewannen es sogar 2:1 (1:0, 1:1, 0:0). Für den Sieg gegen das russische Spitzenteam gab es schließlich stehende Ovationen von den gut besetzten Rängen.

Das gute Ergebnis der Eisbären war allerdings von minderem sportlichen Wert, die Russen hatten bereits vor dem Spiel als Gruppensieger das Halbfinale erreicht, die Eisbären waren als Gruppenzweiter ausgeschieden. In einem ansehnlichen ersten Drittel gingen die Eisbären kurz vor der ersten Pause etwas glücklich in Führung. Ein Schuss von Andy Roach prallte an die Bande hinter dem Tor und von dort aus an den Schlittschuh des russischen Torwartes Ilja Proskurijakow und ins Tor von Metallurg. Die Vorlage kam von Florian Busch.

Denis Pederson schießt das Tor zum 2:0

Mit dem Schwung des ersten Treffers gingen die Berliner ins Mitteldrittel. Dort brachte dann Denis Pederson mit einem sehenswerten Distanzschuss die Berliner 2:0 in Führung. Danach verloren die Eisbären allerdings ein wenig ihre Linie, so dass Magnitogorsk in Überzahl zum Anschlusstreffer kam. Der Tscheche Tomas Rolinek war der Torschütze, rund 1000 russische Fans im fast vollen Stadion jubelten.
 
Es blieb allerdings im letzten Drittel beim 2:1, die Eisbären freuten sich am Ende über einen verdienten Sieg. Trotzdem sind sie recht unglücklich aus der Champions League ausgeschieden - mit drei Siegen aus vier Spielen, Gruppensieger Magnitogorsk hatte gerade mal einen Punkt mehr auf dem Konto als die Berliner. So trauerte Don Jackson nach dem Spiel auch ein wenig der verpassten Chance hinterher. "Das ist ein wenig unglücklich für uns gelaufen", sagte der Eisbären-Trainer. "Wir hätten das Auswärtsspiel in Finnland bei Kärpät Oulu eben nicht erst nach Penaltyschießenj gewinnen dürfen, da haben wir einen Punkt abgegeben, der uns nun fehlt."

Drei Siege in vier Spielen reichen nicht zum Weiterkommen

Trotzdem waren die Eisbären insgesamt mit dem Erfolg zufrieden. "Es ist immer schön, gegen eine russische Mannschaft zu gewinnen", sagte ihr Kapitän Steve Walker. "Ich denke, wir haben unsere Liga in Europa sehr gut repräsentiert." Und Eisbären-Manager Peter John Lee rechnete schon mal vor, dass die Eisbären als bester Gruppenzweiter aus den vier Gruppen immerhin den fünften Platz in der Champions League belegt hätten. Dafür allerdings können sich die Eisbären nichts kaufen, für die 433.000 Euro Preisgeld, die sie insgesamt in Europa verdient haben, könnten sie aber durchaus noch einen guten Spieler verpflichten. 

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