Sport : Eishockey, der nur im Ansatz zu erkennen ist

Die Eisbären verlieren 0:1 bei der Düsseldorfer EG

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Düsseldorf - Kurz vor der Partie gegen die Düsseldorfer EG stand Eisbären-Manager Peter John Lee noch ganz entspannt vor der Düsseldorfer Eishockey-Arena. Er hatte einen Becher Kaffee in der Hand und plauderte mit einigen alten Bekannten, Lee wirkte ziemlich locker. In Düsseldorf ist Lee eine Legende, er holte dort zahlreiche Titel als Spieler und seine Trikotnummer 12 wird bei der DEG nicht mehr vergeben. Doch was Lee während der anschließenden Begegnung zu sehen bekam, dürfte nicht zu seiner weiteren Entspannung beigetragen haben. Die Eisbären Berlin verloren mit 0:1 (0:1, 0:0, 0:0), allerdings war es am Ende eine unglückliche Niederlage. „Wir haben schwer ins Spiel gefunden, am Ende haben wir mit einigen Schüssen Pech gehabt“, sagte Eisbären-Trainer Don Jackson.

Zu Beginn dauerte es eine ganze Weile, bis die Partie tatsächlich als Eishockey-Spiel zu identifizieren war. Die ersten zehn Minuten zeichneten sich vielmehr durch viele Unzulänglichkeiten aus, und zwar auf beiden Seiten. Doch war es die DEG, die mit jeder Minute besser wurde. Zunächst scheiterten Patrick Reimer und Daniel Kreutzer per Doppelchance noch an Eisbären-Torwart Rob Zepp, nach 16 Minuten fingen sich die Berliner den Gegentreffer. Zepp ließ einen überraschenden Schlenzer abprallen – eine Möglichkeit, die Connor James sich zunutze machte und die Scheibe im kurzen Eck verstaute. Ein gerechter Zwischenstand, den Berlin mit viel Mühe in die Drittelpause rettete.

Im zweiten Abschnitt besserten die Eisbären sich, sie wirkten weitaus aggressiver, einzig wirklich klare Torchancen blieben zunächst noch aus.

Gefährlicher präsentierten sich die Gastgeber, immer wieder fuhren sie schnelle Konter, aber Zepp strahlte wieder die gewohnte Sicherheit aus. Dem Ausgleich am nächsten kam schließlich Jim Sharrow, der mit seinem Schlagschuss das Außennetz streifte. Auch das Überzahlspiel der Berliner wirkte mit zunehmender Spieldauer inspirierter, brachte aber keinen Torerfolg – unter anderem weil der wiedergenesene Jeff Friesen die Scheibe bei der letzten Chance im zweiten Drittel nicht richtig traf.

Bei einer 3:5-Unterzahl verhinderte Zepp im letzten Drittel mit einem grandiosen Save gegen Tyler Beechey die Vorentscheidung zugunsten der DEG. Und plötzlich waren die Eisbären da: Florian Busch traf nach feinem Solo die Latte, die Partie stand auf der Kippe. In dieser Phase bekam man eine Ahnung, was die Eisbären leisten können. Sie kombinierten flüssiger und entschieden die wichtigen Zweikämpfe für sich. Allein: Sie überwanden Jean-Sebastien Aubin im DEG-Tor nicht. Matthias Hendorf

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