Eishockey : Ein Mann mit Mumm für die Eisbären

Jim Sharrow kommt zu den Eisbären. Der US-Verteidiger wechselt von den Victoria Salmon Kings an die Spree.

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Einem Eishockeyteam den Namen „Lachs-Könige“ zu verpassen erscheint abenteuerlich. In Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia, haben sie kein Problem damit. Problematisch dürfte dafür für die Victoria Salmon Kings aus der unterklassigen East Coast Hockey League wiegen, dass ihr bester Verteidiger der vergangenen Saison nach Berlin geht: Jim Sharrow hat einen Einjahresvertrag bei den Eisbären unterschrieben.
Der nach dem dänischen Stürmer Mads Christensen zweite Berliner Zugang vor der im September beginnenden Saison in der Deutschen Eishockey-Liga ist 25 Jahre alt, stammt aus dem US-Bundesstaat Massachusetts und hat schon eine Karriere hinter sich, die noch nicht ihre Initialzündung gefunden hat: Die Atlanta Thrashers aus der National Hockey-League (NHL) sicherten sich die Rechte an Sharrow, verschoben ihn nach Vancouver, dann wiederum war Chicago an der Reihe. Gespielt hat Sharrow kein einziges Mal in der NHL, sondern nur für diverse Farmteams.
Wenn nach oben nichts geht, dann geht es nach Deutschland? Eisbären-Manager Peter John Lee will es nicht so sehen. Der 1,88 Meter große Verteidiger sei ein Spieler mit „viel Potenzial“, das er in Berlin ausreizen könne. „Er ist schnell und offensivstark. Jim hat Mumm, kann Über- und Unterzahl spielen“, sagt Lee. Damit soll Sharrow mehr als ein Ersatz für seinen nach Augsburg abgewanderten Landsmann Marvin Degon sein. Überzeugen können sich die Berliner von den Qualitäten ihres Zugangs am 28. Juli zum Trainingsauftakt und dann beim ersten Spiel am 11. August in Finnland gegen den IFK Helsinki im Rahmen des neuen Europapokals, der „European Trophy“.

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