Eishockey : Eisbären Berlin sind Pokalsieger

Die Eisbären Berlin haben den Frankfurt Lions den deutschen Eishockey-Pokal weggeschnappt. Die Berliner gewinnen das Finale im heimischen Wellblechpalast und holen sich die Trophäe zum ersten Mal.

Robert Semmler[dpa]
Eishockey
Die Eisbären siegten in einem umkämpften Finale. -Foto: dpa

BerlinFür die Hauptstädter ist der Pokalsieg der dritte Titel nach den Meisterschaften 2005 und 2006. Die Berliner siegten mit 3:2 (1:0, 0:1, 2:1). Frankfurt verpasste es dagegen, nach dem Meistertitel 2004 einen zweiten Triumph zu feiern. Auch die Hessen standen erstmals im Finale.

Brandon Smith (3.) sorgte für die schnelle Eisbären-Führung, die Simon Danner (29.) ausglich. Die Berliner Richard Mueller (50.) und Jens Baxmann (51.) entschieden mit einem Doppelschlag binnen 62 Sekunden die lange Zeit spannende und ausgeglichene Partie. Chris Taylor verkürzte fünf Minuten vor Schluss noch, danach retteten die Hausherren den schwer erkämpften Erfolg über die Zeit.

"Es ist eine tolle Sache, vor unseren Fans hier nochmal einen Titel holen zu dürfen. Es ist ja das letzte Jahr im Wellblechpalast", sagte Berlins Routinier Stefan Ustorf im TV-Sender "Premiere". Sven Felski fügte augenzwinkernd hinzu: "Wir haben erst Freitag das nächste Spiel. Ein Bier trinken wir bestimmt."

Vor 4695 Zuschauern im ausverkauften Wellblechpalast zeigten sich die Berliner gut erholt von ihrer höchsten Saisonniederlage am Sonntag beim 1:7 in Hamburg und hätten nach dem Schlagschuss von Smith schnell höher führen können. Frankfurts Torhüter Ian Gordon hielt wie beim jüngsten 5:4-Sieg der Lions in Berlin aber sehr stark.

Zittern bis zum Ende

Die Gäste verpassten bei einer fünfminütigen Überzahl die Möglichkeit zum Ausgleich, nachdem Nationalspieler Florian Busch wegen eines Checks gegen Jason Marshall die erste Spieldauerdisziplinarstrafe seiner Karriere erhielt (12.). Marshall musste mit einer blutenden Platzwunde vom Eis geführt werden. Auch als Richard Mueller vier Minuten zusehen musste, fiel der Ausgleich nicht, zumal Frankfurt in Überzahl die Schüsse des kurzfristig ausgefallenen Verteidigers Richie Regehr fehlten. Erst Danner überwand den guten Eisbären-Schlussmann Rob Zepp zum 1:1.

Zepp verhinderte im Schlussabschnitt mehrmals die Lions-Führung, als Frankfurter jeweils allein auf ihn zufuhren. Das bestrafte Mueller mit seinem Abstaubertor, ehe eine Minute später der Schuss von Baxmann an allen vorbei ins Netz rutschte. Als Taylor den Puck zum Anschlusstreffer für Frankfurt ins Tor drückte, zitterten die Eisbären noch einmal, doch sie hielten den Sieg bis zum Ende fest.

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