Eishockey : Eisbären gehen in Augsburg unter

Mit einem 1:5 verloren die Eisbären ihr Gastspiel in Augsburg und gleichzeitig die Tabellenführung der DEL. Neuer Spitzenreiter ist Frankfurt durch einen 4:3-Erfolg gegen Hannover. Auch Verfolger Nürnberg verlor gegen die Adler Mannheim.

BerlinDie Frankfurt Lions haben sich wieder an die Spitze der Deutschen Eishockey-Liga gesetzt. Während der Ex-Meister 4:3 gegen die Hannover Scorpions gewann, verloren der bisherige Tabellenführer Eisbären Berlin und Verfolger Nürnberg Ice Tigers. Die Berliner erlebten ein 1:5-Debakel bei den Augsburger Panthern, können am Freitag mit einem Sieg im Spitzenspiel aber wieder an Frankfurt vorbeiziehen. Vizemeister Nürnberg verlor 1:4 beim erstarkten Titelverteidiger Adler Mannheim.

Nürnbergs Trainer Benoit Laporte erhielt im letzten Drittel eine Spieldauerdisziplinarstrafe, nachdem er eine Wasserflasche ins Publikum geworfen hatte. Zuvor hatte sich die Nürnberger Bank bedroht gefühlt. Meister Mannheim zeigte sich zuvor gegen den Finalgegner der Vorsaison gut erholt von der 2:5-Pleite am Sonntag in Wolfsburg. Christoph Ullmann gelang nach nur 18 Sekunden das schnellste Adler-Tor dieser Spielzeit. Rick Girard ließ seinem 2:0 (17.) nach 15 Sekunden des zweiten Abschnitts noch das 3:0 und das 4:1 (55.) folgen. Torjäger Ahren Spylo (39.) verkürzte für Nürnberg, das zuletzt viermal gewonnen hatte.

Frankfurt rettete sich gegen Hannover mit dem letzten Aufgebot ins Ziel. Zwar kehrte Ilja Vorobjev zurück, doch neben mehreren Verletzten hatten vier Spieler noch während der Partie mit einer Magen-Darm-Grippe zu kämpfen. Chris Taylor (7.), Chris Armstrong (20.), Lasse Kopitz (25.) und Radek Krzestan (42.) nur 15 Sekunden nach dem Gegentor von Matt Dzieduszycki brachten die Lions auf Siegkurs. Mike Green (51.) und Ian Bright (55.) ließen die Lions danach aber noch einmal zittern. Der gute Torhüter Ian Gordon hielt einen Penalty von Dzieduszycki (26.).

Eisbären mit zweiter Niederlage in Folge

Die Eisbären kassierten nach dem 2:3 gegen Düsseldorf die zweite Niederlage in Folge. Mark Murphy (2.), Harlan Pratt (39.) und Tomas Slovak (42.) sowie zweimal Travis Brigley (50./52.) sorgten für die Augsburger Revanche nach der 4:9-Pleite im ersten Spiel. Denis Pederson (36.) schoss das zwischenzeitliche 1:1 für die Berliner, die ohne Topscorer Steve Walker antraten. Beide Mannschaften stehen sich am 18. Dezember im Pokal-Halbfinale gegenüber, Frankfurt muss dann zum anderen Semifinale nach Hannover reisen.

Zu den Verfolgern zählen weiter auch die Kölner Haie, die mit 11:4 über die Straubing Tigers ihren ersten zweistelligen Sieg dieser Saison feierten. Nach dem 3:3-Zwischenstand brachten vier Kölner Treffer im zweiten Drittel die Entscheidung. Auch die Iserlohn Roosters bleiben in Reichweite der Spitzenteams, das 5:3 beim EHC Wolfsburg war bereits der fünfte Sieg nacheinander. Langsam in Schwung kommen die DEG Metro Stars, dem Sieg in Berlin folgte ein 6:2 beim verletzungsgeplagten ERC Ingolstadt. Die Bayern bezogen die fünfte Pflichtspiel-Pleite nacheinander. Im Nachbarschaftsduell gewannen die Krefeld Pinguine 4:2 gegen Schlusslicht Füchse Duisburg. (mit dpa)

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