Eishockey : Eisbären rupfen Adler im Verfolgerduell

Spannendes Spiel vor 13.600 Zuschauern: Meister Eisbären Berlin hat DEL-Rekordchampion Adler Mannheim im Verfolgerduell der Deutschen Eishockey-Liga arg gerupft. Der Tabellen-Zweite bleibt damit der erste Verfolger des überlegenen Spitzenreiters Hannover Scorpions.

BerlinMeister Eisbären Berlin hat das Verfolgerduell der Deutschen Eishockey-Liga klar gewonnen. Der Tabellen-Zweite siegte am Freitag 7:2 bei den drittplatzierten Mannheimern und bleibt damit der erste Verfolger des überlegenen Spitzenreiters Hannover Scorpions. Die Niedersachsen setzten sich mit 3:2 gegen die Iserlohn Roosters durch und führen weiter mit sieben Punkten vor den Eisbären. Erst weitere acht Zähler dahinter folgt DEL-Rekordmeister Mannheim.

Titelverteidiger Berlin rehabilitierte sich vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP-Arena für die 2:4-Blamage am Dienstag gegen Schlusslicht Füchse Duisburg. Die konzentrierten und effektiven Gäste schossen durch Constantin Braun (12.), die Nationalspieler André Rankel (15.) und Frank Hördler (28.) sowie Deron Quint (30.) in ersten Hälfte der Partie schon einen komfortablen 4:0-Vorsprung heraus. Erst danach gelang den Hausherren durch Tomas Martinec (34.) der erste Treffer.

Dritte Heimniederlage für die Mannheimer

Die Mannheimer konnten jedoch nicht mehr die dritte Heimniederlage in Folge und die erste Saisonpleite gegen die Eisbären verhindern. Drei Tage nach der 1:5-Blamage gegen Augsburg erlebten die eigenen Fans erneut eine enttäuschende Vorstellung der momentan müde wirkenden Adler und pfiffen. Richie Regehr (46.), Sven Felski (53.) und Denis Pederson (57.) trafen noch für die Berliner, Colin Forbes (50.) erzielte das zweite Tor der Gastgeber.

Hannover tat sich gegen Angstgegner Iserlohn einmal mehr schwer. Chris Herperger (30.) und Sascha Goc (53.) schafften zumindest jeweils schnell den Ausgleich nach Rückständen durch Tyler Beechey (29.) und Steven Rupprich (52.). Verteidiger Goc war 15 Sekunden vor Ende mit seinem 22. Saisontor auch der Matchwinner.

ERC Ingolstadt - keine Chance mehr auf Playoffs

Die Nürnberg Ice Tigers festigten zumindest ihren Platz in den Vor-Playoffs, bei denen zwischen dem Siebt- bis Zehntplatzierten noch zwei Viertelfinalisten ermittelt werden. Die Franken feierten mit 7:2 gegen die Kassel Huskies ihren dritten Sieg in Folge und sind Siebter vor Augsburg, das beim 2:5 gegen die Kölner Haie erstmals seit dem 20. November 2005 zu Hause gegen den praktisch gescheiterten Vizemeister verlor. Marcel Müller schoss gleich drei Kölner Tore.

Die Hamburg Freezers rückten mit dem 3:2 bei den sechstplatzierten DEG Metro Stars bis auf drei Punkte an Rang zehn heran, den nun Iserlohn belegt. Neunter ist der EHC Wolfsburg, der 1:2 nach Verlängerung beim Tabellen-Vierten Krefeld Pinguine verlor. Bei Ex-Meister Krefeld verlängerte der Torhüter Scott Langkow seinen Vertrag vor der Partie bis 2011. Fast keine Chance mehr auf die Playoffs hat der ERC Ingolstadt durch das 4:5 beim Tabellen-Letzten Duisburg. (sgo/dpa)

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