Eishockey : Eisbären siegen im Penaltyschießen

Es war eine spektakuläre Begegnung in der Eishockey-Liga. Erst im Penaltyschießen wurde das Spiel entschieden. Die Eisbären bezwangen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 in einer packende Partie.

Katrin Schulze

Berlin – Die Funken sprangen schon vor dem Spiel über. Tiefrote Feuerkegel begleiteten die lauten Knalle der Feuerwerkskörper unter dem Hallendach der Arena am Ostbahnhof – eine spektakuläre Einstimmung auf eine ähnlich spektakuläre Begegnung in der Deutschen Eishockey-Liga. Erst im Penaltyschießen gewannen die Eisbären eine packende Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 (2:1, 0:0, 0:1/1:0).

Zunächst deutete gestern Abend jedoch wenig auf ein spannendes Spiel hin. Zu deutlich schien die Überlegenheit der Berliner, die bereits nach knapp fünf Minuten die erste zündende Idee im Spiel nach vorne hatten: Denis Pederson traf in Überzahl zum 1:0. Nur kurze Zeit später legte der 33 Jahre alte Stürmer – wieder im Powerplay – dann auch perfekt für seinen Kollegen Steve Walker auf, der den Puck mit einem kleinen aber entscheidenden Impuls über die Torlinie manövrierte.

Die schnelle Führung schien die Eisbären allerdings eher zu lähmen als anzuspornen. Wirklich elektrisierend spielten sie danach nämlich nicht mehr und als sie sich mental schon in der ersten Drittelpause befanden, verkürzte Nürnbergs Florian Keller auf 1:2. Sven Felski auf Seiten der Eisbären bezeichnete den Gegentreffer als „sehr ärgerlich“.

Wie ärgerlich das Tor der Ice Tigers für die Berliner wirklich war, zeigte sich im zweiten Abschnitt, als sich Nürnberg zunehmend aufgeweckter präsentierte. Von den „spielerischen Strauchlern“, die Berlins Verteidiger Andy Roach in dieser Saison bei den Franken beobachtet haben wollte, war nichts mehr zu sehen: Die Gäste spielten nicht nur schneller als die Berliner, sondern vor allem bissiger. Auch die lauter werdenden Anfeuerungsrufe der 14 200 Zuschauer in der ausverkauften O2-World konnten die Eisbären nicht zu einem konstruktiveren Spielaufbau bewegen. Im Gegenteil: Durch unnötige Strafen gaben sie den Nürnbergern zahlreiche Gelegenheiten, den Ausgleich zu erzielen. Und so war es nur konsequent, dass Andre Savage nach zahlreichen ungenutzten Chancen fünf Minuten vor Spielende in Überzahl das 2:2 schoss.

So tosend die Begegnung mit dem Feuerwerk begann, so aufregend endete sie also auch: Im Penaltyschießen erzielte Sven Felski schließlich das entscheidende Tor. Seinen Ärger nach dem ersten Drittel hatte der Berliner Stürmer offenbar in die nötige Energie umgewandelt.Katrin Schulze

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben