Eishockey : Eisbären siegen in der Verlängerung

Die Eisbären setzen sich in der Verlängerung gegen die Pinguine aus Krefeld durch. Ingolstadt hat sich nach der 0:10-Klatsche in Köln wieder gefangen.

Berlin - In einem Schlüsselspiel um den Anschluss an die Play-off-Plätze setzte sich Titelverteidiger Eisbären Berlin 4:3 nach Verlängerung bei den Krefeld Pinguinen durch. Deron Quint entschied die Partie nach nur 70 Sekunden der Extra-Spielzeit. Die Hamburg Freezers feierten einen 2:1-Erfolg bei den Straubing Tigers und gewannen auch das zweite Spiel unter ihrem neuen Trainer Bill Stewart.

Spitzenreiter ERC Ingolstadt hat sich in der Deutschen Eishockey-Liga eindrucksvoll rehabilitiert. Drei Tage nach dem 0:10-Debakel bei den Kölner Haien gewannen die stark ersatzgeschwächten Bayern 6:1 im Tabellen-Gipfel gegen die DEG Metro Stars, die damit ihre höchste Saisonniederlage kassierten. Tabellen- Zweiter ist nun wieder Adler Mannheim, der DEL-Rekordmeister gewann mühsam 3:2 nach Verlängerung bei den Augsburger Panthern.

Nach der Massenschlägerei in Köln war Ingolstadt auch ohne vier gesperrte und zwei verletzte Spieler mit nur drei Reihen von Beginn die bessere Mannschaft. Björn Barta brachte die Hausherren mit seinen Treffern in der 11. und 19. Minute auf Siegkurs, Matt Higgins (26.) und Yannic Seidenberg (35.) machten im zweiten Drittel alles klar. Im letzten Abschnitt riskierte DEG-Trainer Don Jackson trotzdem noch alles und nahm seinen Torhüter Jamie Storr schon frühzeitig mehrmals vom Eis. Higgins (47.) traf jedoch zum 5:0, als Storr im Tor stand. Robert Dietrich (49.) schoss den Düsseldorfer Treffer, Rob Valicevic (56.) machte danach das halbe Dutzend voll, als Storr trotz des klaren Rückstandes wieder nur von der Bank aus zuschaute.

Mannheim wieder auf Rang zwei

Mannheim geriet ohne seinen Stammtorwart Robert Müller gegen die kampf- und dann auch spielstarken Augsburger durch Jay Henderson (6.) und Craig Darby (29.) in Rückstand. Nathan Robinson (32.) und Jason Jaspers (58.) schafften noch den Ausgleich, René Corbet (63.) verhinderte die vierte Niederlage in Folge für den Favoriten.

Die Kölner Haie schoben sich dank des 4:2 bei Schlusslicht Füchse Duisburg dichter an Ingolstadts Verfolger heran. Der Erfolg in Duisburg fiel zwar bei weitem nicht so klar wie das 11:2 vor einigen Wochen aus, die Haie gerieten aber nicht in Gefahr, obwohl auch ihnen drei gesperrte Akteure fehlten. Nach der Füchse-Führung durch Chris Hajt (4.) glich Bill Lindsay (5.) sofort aus. Daniel Rudslätt (20.), Stéphane Julien (35.) und Nationalspieler Philip Gogulla (41.) schossen den standesgemäßen Sieg heraus.

Die Frankfurt Lions gewannen trotz zahlreicher Ausfälle 4:0 gegen die Hannover Scorpions. Die Hessen zogen an den Nürnberg Ice Tigers vorbei auf Rang sechs und stehen erstmals auf dem Platz, der die direkte Playoff-Qualifikation bedeutet. Hannover bleibt Fünfter. (tso/dpa)

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