Eishockey : Eisbären trotz Niederlage weiter vorn

Die Berliner Eisbären bleiben trotz Niederlage gegen Meister Mannheim weiter an der Spitze der Tabelle. Nach dem vierten Misserfolg hintereinander entlässt die Düsseldorfer EG Star-Trainer Lener, Nethery übernimmt den Posten bis Saisonende.

BerlinMit der Entlassung von Star-Trainer Slavomir Lener nach nur drei Monaten hat der achtmalige deutsche Eishockey-Meister DEG Metro Stars am Sonntag auf den enttäuschenden Saisonstart reagiert. Der frühere tschechische Nationalcoach war erst vor dieser Saison nach Düsseldorf gekommen, hatte am Samstag beim 4:5 in Frankfurt aber die vierte Niederlage in Folge und die insgesamt zwölfte in dieser Spielzeit quittieren müssen. Damit ist der Traditionsclub vor der anstehenden Länderspielpause nur Tabellen-Achter. An der Spitze bleiben die Eisbären Berlin trotz des 4:5 bei Meister Adler Mannheim, Frankfurt folgt punktgleich dahinter.

Nach der Entlassung von Dieter Hegen beim Tabellen-Letzten Füchse Duisburg ist Leners Rauswurf der zweite Trainerwechsel in der laufenden DEL-Saison. An Stelle des 52-Jährigen kehrt DEG-Manager Lance Nethery bis zum Saisonende an die Bande zurück. Nethery war mit Mannheim als Trainer drei Mal Meister und 2004 als Manager am Titelgewinn von Frankfurt beteiligt. Der letzte Meistertitel der Düsseldorfer liegt schon elf Jahre zurück.

Nethery: Einsatz und Leidenschaft zeigen

"Wir haben in den bisherigen 20 Saisonspielen keine konstanten Leistungen gezeigt. Sportlich liegen wir weit hinter unseren Erwartungen und Ansprüchen zurück", erklärte Nethery nach bisher erst acht Siegen. "Ein Tiefpunkt war sicherlich das enttäuschende Auftreten am vergangenen Freitag gegen Krefeld. Das Team ist jetzt gefordert, die Spieler müssen Einsatz und Leidenschaft zeigen", sagte er. Gegen Krefeld hatte die DEG zur Hälfte der Partie 0:6 zurück gelegen und am Ende 4:6 verloren.

Die Niederlage in Frankfurt hatte auch Ex-DEG-Trainer Don Jackson verfolgt, der die Eisbären Berlin seit seinem Amtsantritt zurück an die Spitze neben Frankfurt geführt hat. In Mannheim sah Jackson aber die erste Niederlage der Berliner nach zuletzt sechs Siegen. Tomas Martinec (15.), Eduard Lewandowski (26.) und Rick Girard (29.) wandelten den zweimaligen Rückstand durch Tyson Mulock (2.) und Steve Walker (24.) in einen 3:2-Vorsprung der Adler um. Mark Beaufait (32./41.) konterte zum 4:3 für die Berliner. René Corbet (43.) und Ronnie Arendt (55.) bescherten Mannheim in einer tollen Partie noch das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison.

Nürnberg siegt im Derby

Vizemeister Nürnberg Ice Tigers verteidigte Rang drei, liegt aber fünf Zähler hinter Frankfurt. Die Franken gewannen das Derby beim ERC Ingolstadt 4:3. Nach Toren von Petr Fical (15.), Torjäger Ahren Spylo (17.), Christian Laflamme (27.) und Rich Brennan (38.) bei einem Gegentreffer von Jakub Ficenec (19.) führte Nürnberg nach dem zweiten Drittel scheinbar sicher 4:1. Bradley Tutschek (42.) und Brad Leeb (42.) machten es binnen 21 Sekunden noch einmal spannend.

Der Tabellen-Vierte Kölner Haie mühte sich zu einem 3:2 gegen Schlusslicht Füchse Duisburg. Die Partie wollten nur 6450 Fans sehen, weniger waren seit dem Umzug in die Köln-Arena vor neun Jahren noch nie gekommen. Die Hamburg Freezers verloren durch das 2:3 in Augsburg den Kontakt zu den Spitzenteams. Die von Eishockey-Idol Erich Kühnhackl trainierten Straubing Tigers kassierten mit 0:3 in Iserlohn bereits die siebte Pleite in Folge. (mit dpa)

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