Eishockey : Eisbären verlieren gegen Straubing

Es sollte eine weitere Etappe auf dem Weg zum Gipfel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) für die Eisbären werden, doch Tabellenplatz eins ist nach der 1:2-Niederlage gegen Straubing erst einmal weiter in die Ferne gerückt.

Ron Ulrich

Zwei Tage vor dem Gipfeltreffen beim Tabellenführer Wolfsburg musste das Team von Trainer Don Jackson vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof eine 1:2 (0:0, 0:1, 1:0/0:1)-Niederlage nach Verlängerung einstecken.

Schon die ersten Minuten zeigten, dass es ein zäher Abend für die Eisbären werden würde. Der Gegner aus Straubing baute vor dem eigenen Tor eine Wand auf, durch die die Hausherren mit dem Kopf wollten. Einzig nennenswert waren zwei Versuche von Travis James Mulock, viel gefährlicher waren die Straubinger. Eisbären-Goalie Kevin Nastiuk, für Rob Zepp auf dem Eis, musste zwei Mal in höchster Not retten. Eine Minute vor dem Ende des ersten Drittels war aber auch Nastiuk machtlos, als Eric Meloche zum 1:0 für Straubing abfälschte. Straubings Angreifer hatte den Stock verdächtig hoch gehalten, der Schiedsrichter bemühte den Videobeweis. Das Band gab aus Sicht der Eisbären nichts Positives her, der Stephan Bauer aus Nürnberg gab den Treffer. Doch auch der Rest der Aufzeichnung vom ersten Drittel hielt wenig Erfreuliches für die Eisbären bereit. Die Ungenauigkeiten im Spiel nach vorne und Straubings stabile Defensive ließen Daniel Weiß befürchten: „Es wird jetzt nicht einfach für uns.“  

Er sollte für das zweite Drittel Recht behalten. Jens Baxmann eröffnete eine Minute nach Wiederbeginn das muntere Scheibenschießen. Derrick Walser und Daniel Weiß verfehlten in der Folge ebenso das Tor wie Laurin Braun. Es blieb bei glücklosen Versuchen aus der Distanz, vor dem Tor des gut aufgelegten Straubinger Torhüters Dimitri Pätzold agierten die Eisbären zu vorhersehbar. Das Team von Trainer Don Jackson konnte sich vielmehr bei Goalie Kevin Nastiuk bedanken, zum Ende des zweiten Drittels nur mit 0:1 zurückzuliegen. Schulter, Bein, Hand – der Kanadier setzte alles ein, was er hatte und war abermals in dieser Saison ein starker Rückhalt in Vertretung von Rob Zepp.

Im dritten Drittel erhöhten die Berliner noch einmal die Schlagzahl, um die zweite Heimniederlage der Saison gegen Straubing zu vermeiden. Straubings Pätzold hielt gut gegen einen Schuss von Stefan Ustorf und Frank Hördler. Von den Sitzen riss es die Fans dann während des ersten Powerplays der Eisbären im Spiel, als Laurin Braun einen Schuss von Richie Regehr in der 50. Minute ins Tor abfälschte. Auch hier vergewisserte sich der Schiedsrichter per Videobeweis, ob es sich um Torraumabseits handelte. Doch nun fiel die Botschaft vom Band zugunsten der Eisbären aus: 1:1. Zu mehr reichte es in der regulären Spielzeit nicht mehr, es ging in die Verlängerung, in der die Eisbären eine Überzahlsituation nicht nutzten. Die Strafe folgte, als Justin Mapletoft für Straubing neun Sekunden vor dem Ende einen Fehler der Eisbären im Aufbau eiskalt bestrafte – zum 2:1 für die Gäste. Durch den Sieg der Wolfsburger wuchs der Rückstand der Eisbären auf sechs Punkte.

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