EISHOCKEY : Erfolg im Verein gefährdet Erfolg bei der WM

Kampf um die Plätze. Daniel Kreutzer (links) ist mit Düsseldorf ausgeschieden und hat Chancen bei der Nationalmannschaft. André Rankel (rechts) hingegen verpasst einen großen Teil der WM-Vorbereitung, weil er mit den Eisbären im Finale spielt. Foto: dpa
Kampf um die Plätze. Daniel Kreutzer (links) ist mit Düsseldorf ausgeschieden und hat Chancen bei der Nationalmannschaft. André...Foto: dpa

Brände löschen, Leben retten, Eishockey spielen – so lautet das Motto der Eishockeysektion der Berliner Feuerwehr. Von einem Zusammenschluss mit den Eisbären ist derzeit nichts bekannt, doch vielleicht wusste Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp mehr, als er nach dem Länderspiel gegen Finnland davon sprach, dass die „Meisterspieler in einem Feuerwehrauto durch die Stadt fahren“ werden. Meister können nur noch die Spieler der Eisbären oder des EHC Wolfsburg werden. In Wolfsburg gibt es keine Eishockeysektion der Feuerwehr.

Was Krupp wirklich ausdrücken wollte, war seine Skepsis darüber, dass nach dem Finale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die beteiligten Nationalspieler noch genug Kraft und Konzentration für die WM in der Slowakei haben würden. „Sie sollen fünf Tage später wieder auf dem selben emotionalen Level wie im DEL-Finale das für uns wichtigste Spiel des Jahres spielen. Das funktioniert nicht.“

Ein Seitenhieb gegen die DEL, die sich aber an die Kritik für ihre Terminplanungen nach den Diskussionen um den Best-of-five-Modus und die lange Hauptrunde gewöhnt haben dürfte. Doch entsteht so die skurrile Situation, dass der Erfolg im Verein den Erfolg bei der WM gefährden könnte. „Die Spieler der Finalisten spielen in der Regel bei der WM eher keine tragende Rolle“, sagte Krupp. Bestes Beispiel sind die Torhüter der Finalteilnehmer: Rob Zepp bei den Eisbären und Jochen Reimer bei Wolfsburg. Die Kontrahenten im DEB-Tor, Dennis Endras und Dimitri Pätzold, kamen mit Augsburg und Straubing gar nicht in die Play- offs. Sie konnten seit Ende März die WM-Vorbereitung voll mitmachen. Ron Ulrich

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