Eishockey : Russland müht sich zum Sieg gegen Slowenien

Die Stars um Alexander Owetschkin und Jewgeni Malkin legten im ersten Spiel der Russen beim Männer-Eishockeyturnier gegen Slowenien mächtig los. Richtig überzeugend war der Sieg am Ende aber doch nicht.

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Drin. Jewgeni Malkin trifft zum 2:0 für Russland.
Drin. Jewgeni Malkin trifft zum 2:0 für Russland.Foto: dpa

"Scheibu" und "Ros-si-ja". Das ist das schmale Repertoie, auf das russische Eishockey-Fans zurückgreifen, wenn sie ihre Nationalmannschaft anfeuern. Im Wechsel schallten die beiden Anfeuerungsrufe am Donnerstag durch die Bolschoi-Arena, beim ersten Spiel der Russen im olympischen Eishockeyturnier. 11.603 Zuschauer auf den Rängen feierten und staunten mitunter nicht schlecht, denn lange Zeit ärgerte Außenseiter Slowenien die Gastgeber, am Ende aber siegte der - vor allem selbst ernannte - Favorit auf olympisches Gold 5:2 (2:1, 1:1, 2:0) im ersten Vorrundenspiel.

Nur 77 Sekunden hatte es gedauert, bis der Puck erstmals im oberen Toreck des Außenseiters landete. Alexander Owetschkin hatte nach einem Konter getroffen, wer sonst. Das Volk feierte seinen großen Eishockeystar aus der NHL. Ein anderer großer Spieler aus der nordamerikanischen Liga erhöhte auf 2:0: Jewgeni Malkin traf kurze Zeit nach dem 1:0. Die Party konnte losgehen, ging sie aber nicht. Spielerverderber Slowenien kam verdient zum 1:2 Ziga Jeglic, den Treffer vorbereitet hatte Mitja Roba, der in der Deutschen Eishockey-Liga sein Geld bei den Krefeld Pinguinen verdient. Das Team um NHL-Star Anze Kopitar wehrte sich nach völlig verpatztem Beginn redlich.

Ilja Kowaltschuk, der große Ilja Kowaktschuk, in der russischen Liga KHL inzwischen der am besten verdienende Spieler, traf im zweiten Drittel zum 3:1 für die Russen. "Scheibu, scheibu". Die Fans wollten mehr und sie bekamen ein Tor zu sehen, allerdings auf der anderen Seite. Erneut überwand Jeglic Seymon Warlamow im Kasten der Russen und verkürzte auf 2:3.

Im letzten Drittel machten die russischen Einzelkönner dann aber ernst. Ein Alleingang von Waleri Nikuschkin bewegte die Schiedsrichter zum Bemühen des Videobeweises und brachte schließlich zurecht das 4:2 für die Russen. Anton Below feierte wenig später sehr ausführlich sein Tor zum 5:2, denn der russische Sieg war perfekt und durch das Stadion tobte die Welle.

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