Sport : Eishockey: Schweizer Sensationssieg

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Turin - Mit einem Sieg über Eishockey-Weltmeister Tschechien hat die Schweiz beim in Turin für eine riesige Überraschung gesorgt und die deutsche Auswahl, die gestern Abend in ihrem zweiten Spiel auf Olympiasieger Kanada traf (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), noch mehr unter Druck gesetzt. Die Schweizer gewannen am Donnerstag 3:2 (1:0, 1:1, 1:1) und steigerten ihre Aussichten auf den Viertelfinal-Einzug mit dem Sieg erheblich. Sie sind am Sonntag Gegner des deutschen Teams, das dann wohl gewinnen muss, um das Viertelfinale zu erreichen.

Thomas Ziegler (6.), Thierry Paterlini (30.) und Mark Streit (47.), bei den Montreal Canadiens in der nordamerikanischen Profiliga NHL meist nur Reserve, schossen die Tore beim Schweizer Sieg in der Esposizioni-Halle. Bei den Toren von Paterlini, der bei einem Sololauf zwischenzeitlich schon zu Fall gekommen war, und Streit sah Tschechiens Torhüter Tomas Vokoun nicht gut aus. Stammtorhüter Dominik Hasek hatte sich am Mittwoch beim Spiel gegen Deutschland verletzt. Bereits gegen die Deutschen hatten sich die tschechischen NHL-Spieler um Jaromir Jagr, den Topstar der New York Rangers, überraschend schwer getan.

Überragender Schweizer war mit 40 Paraden ihr Schlussmann David Aebischer. Nur Jaromir Jagr (23.) und Marek Zidlicky (41.) konnten den NHL-Keeper von Colorado Avalanche überwinden. Selbst eine mehrminütige 5:3-Überzahl konnte der Olympiasieger von 1998 gestern nicht nutzen.

Schon über die Vorrunde hinaus darf im Gegensatz zu den Tschechen seit Donnerstag Finnland planen. Der Olympia- Dritte von 1998 blieb beim 6:0 (0:0, 4:0, 2:0) über Italien ebenso ohne Gegentor wie tags zuvor beim 5:0 über die Schweiz. Jere Lehtinen (22.), Saku Koivu (24.), Jussi Jokinen (31.), Ville Peltonen (39.) sowie Torjäger Teemu Selänne (53. und 56.) erzielten die Treffer für den Weltmeister von 1995. Die Finnen, die am kommenden Dienstag (15.35 Uhr) letzter Vorrundengegner der deutschen Mannschaft sind, haben damit die Viertelfinalteilnahme bereits so gut wie sicher. dpa

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