Sport : Eishockey: Stanley Cup wird zur Super Bowl

Die Finalserie um den Stanley Cup der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL geht in Runde sieben und ist damit an Dramatik kaum mehr zu überbieten. Das Team von Colorado Avalanche hat Titelverteidiger New Jersey Devils in Spiel sechs 4:0 entzaubert und eine alles entscheidende siebente Partie vor eigenem Publikum in Denver erzwungen. Heute Nacht werden Helden und Versager geboren - genau das liebt Amerika.

"Das ist jetzt wie ein Super Bowl - ein Spiel entscheidet alles", sagt Devils-Verteidiger Ken Danyeko in Anlehnung an das Football-Endspiel in der NFL. Es ist das erste Mal seit 1994, als sich die New York Rangers 4:3 gegen die Vancouver Canucks durchsetzten, dass die Finalspiele der NHL in sieben Begegnungen entschieden werden. Der deutsche Nationalspieler Marco Sturm von den San Jose Sharks hatte nicht mehr mit dieser Wende gerechnet: "Der Sieg hat mich überrascht. Jetzt traue ich Colorado den Titel zu." Garant des Erfolges ist Colorados Torwart Patrick Roy. Der Kanadier feierte sein viertes Spiel ohne Gegentor in den laufenden Play-offs. Damit zog er mit seinem Gegenüber Martin Brodeur von den Devils gleich, der in Spiel vier des Halbfinales gegen Pittsburgh zum vierten Mal in den Play-offs ein Shut-out erreicht hatte. In der gesamten NHL-Geschichte hatten vor Roy und Brodeur nur neun Torhüter dieses Kunststück vollbracht. Colorado war 1996 mit dem deutschen Ex-Nationalspieler Uwe Krupp erstmals Stanley-Cup-Sieger.

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