Eishockey : Uwe Krupp nach Schwenningen?

Nach dem Aus von Eishockey-Coach Mair feiert das Interims-Duo der Schwenninger Wild Wings mit dem Sieg in Nürnberg einen Einstand nach Maß. Als potenzielle neue Trainer gelten in der DEL alte Bekannte - auch Uwe Krupp.

Der frühere Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp und der langjährige DEL-Coach Benoit Laporte sind einer Anstellung bei den Schwenninger Wild Wings nicht abgeneigt. „Schwenningen ist ein Eishockey-Standort mit großer Tradition. Hier wird gute Arbeit geleistet“, zitierte der „Südkurier“ den 49-jährigen Krupp am Mittwoch: „Das wäre für jeden Trainer eine Herausforderung. Ich höre mir alles an. Wenn ein Verein kommt, bei dem gut gearbeitet wird, wartet man nicht“.

Der frühere Stanley-Cup-Sieger war von den Kölner Haien nach einer Reihe von Misserfolgen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der Champions League Anfang Oktober beurlaubt worden. Auf Jobsuche ist auch Benoit Laporte, der Ende September bei den Hamburg Freezers gehen musste. „Die Aufgabe in Schwenningen wäre reizvoll und eine ganz andere als in Hamburg. Es wäre sicher interessant, Schwenningen über Jahre aufzubauen, um das Team als Playoff-Kandidat zu etablieren“, sagte der 54-jährige Kanadier.

Nach der Trennung von Stefan Mair am Dienstag wollen die Wild Wings aber nichts überstürzen. „Wir werden den Trainermarkt gründlich analysieren und uns dann spezifisch entscheiden, ob wir einen Trainer für ein kurz- oder ein langfristiges Konzept holen“, sagte Gesellschafter Thomas Burger dem „Schwarzwälder Boten“. Mit Blick auf die gehandelten Kandidaten sei Zurückhaltung wichtig. „Die Frage ist doch hier, ob beide Seiten dies auch wollen und ob sie überhaupt gut zueinander passen würden“, ließen die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Burger und Michael Werner verlauten.

Ob Krupp wirklich nach Schwenningen kommt, erscheint zweifelhaft. Der ehemalige NHL-Profi würde sich damit wohl die Chance verbauen, dem angezählten Pat Cortina, der noch einen Vertrag bis Sommer 2015 besitzt, als Bundestrainer nachzufolgen. Denn DEB-Präsident Franz Reindl hält von einer Doppelfunktion herzlich wenig.

Die Sympathien der Fans sicherten sich vorerst die Interimstrainer der Wild Wings. Nach acht Niederlagen in Serie unter Vorgänger Mair feierten Sportmanager Alexander Jäger und Co-Trainer Dave Chambers beim 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) am Dienstagabend gegen die Nürnberg Ice Tigers einen Einstand nach Maß.

„Es war ein sehr enges Spiel, wir hatten in einigen Szenen sehr viel Glück“, resümierte Chambers: „Trotzdem bin ich nach acht Niederlagen am Stück natürlich sehr froh über den Sieg. Das war eine gute Mannschaftsleistung für uns“. Die wird auch weiter nötig sein, will sich der Tabellen-12. endlich aus dem DEL-Keller absetzen und für einen neuen Coach attraktiver machen. (dpa)

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