Eishockey-WM : Deutschland redet sich stark

Alles Pech? Nach der vierten WM-Pleite sagt DEB-Generalsekretär Franz Reindl, man habe Spieler von "Welt-Niveau"

Eishockey-WM - Training Deutschland - Krupp
Zugehört! Uwe Krupp (r.) am Sonnabend beim Training.Foto: dpa

Bern - Die Auftritte der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz werden zur Farce. Nach vier Niederlagen in vier Spielen sind die Deutschen neben Ungarn die Turnier-Touristen und noch ohne Sieg. Während von den Ungarn bei ihrer ersten WM-Teilnahme seit 1930 allerdings nicht mehr zu erwarten war, hatte die Reisegruppe von Bundestrainer Uwe Krupp eigentlich die Zwischenrunde zum Ziel. Angesichts der schwachen Darbietungen selbst gegen die Nummern 18 und 13 der Weltrangliste, Frankreich und Dänemark, muss dieses Vorhaben mittlerweile als völlig realitätsfern angesehen werden.

„Wir haben alles gemacht, was man machen kann, um gut vorbereitet ins Turnier zu gehen. Wir haben Spieler von Weltniveau, der Trainerstab hat alles versucht. Trotzdem sind die Fakten, wie sie sind“, stellte DEB-Generalsekretär Franz Reindl vor den beiden verbleibenden Spielen am Sonntag gegen Österreich (12.15 Uhr) und Montag gegen Ungarn (12.15 Uhr, live im DSF) verbittert fest.

Während Krupp nach dem 1:3-Debakel im ersten Spiel der Abstiegsrunde gegen Dänemark einmal mehr die Moral und den kämpferischen Einsatz hervorhob, konzentrierte sich Reindl auf die traurigen Tatsachen. „Ich habe gesehen, dass viele Dinge nicht so laufen wie sonst. Manche Spieler sind mit der Situation überfordert. Aber diesen Druck muss man als Sportler aushalten können“, sagte er.

Das größte Problem ist der Angriff. Die einstige Paradereihe mit Michael Wolf, Michael Hackert und Philip Gogulla, die in der Vorbereitung siebenmal getroffen hatte, blieb bislang ohne Wirkung. Insgesamt trafen die Deutschen nur vier Mal in vier Spielen. „Wir üben in jedem Training Torschüsse“, betont Krupp. „Aber du brauchst auch mal einen Lauf.“ Davon jedoch sind die deutschen Turnier-Flaneure derzeit weit entfernt. dpa

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