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Eishockey-WM : Deutschland verliert auch gegen die USA

Das Eishockey-Nationalteam hat die WM mit dem schlechtesten Abschneiden seit fünf Jahren beendet. Im letzten Vorrundenspiel unterlag es den USA 4:5.

Hier gibt es nichts zu Feiern. Das deutsche Team nach dem Spiel gegen die USA.
Hier gibt es nichts zu Feiern. Das deutsche Team nach dem Spiel gegen die USA.Foto: dpa

Gut gespielt haben sie zum Abschluss die Spieler von Bundestrainer Pat Cortina. Doch das zählt zum Abschluss einer merkwürdig für das deutsche Nationalteam verlaufenen Eishockey-Weltmeisterschaft nicht. Zumal auch das Ergebnis nach zwei Siegen zum Auftakt gegen Kasachstan und Lettland wieder einmal nicht stimmte. Nach dem 4:5 (0:0, 3:3, 1:2) gegen die USA war das schlechteste Abschneiden bei einer WM seit fünf Jahren amtlich. Die Deutschen belegen nur Rang 14.

Schöne Worte fanden sie trotz des schlechten Abschneidens doch noch bei den Deutschen. „Das ist sicherlich keine schöne Platzierung, aber die Truppe hat eine Basis, auf die man Jahr für Jahr aufbauen kann“, sagte der Berliner Verteidiger Frank Hördler. Auch die ersten WM-Treffer des Kölners Alexander Weiß, des überragenden Leon Draisaitl (Prince Albert/Kanada und Tobias Rieder (Portland/USA) sowie der Treffer von Kai Hospelt (Mannheim) konnten die fünfte Niederlage im siebten WM-Spiel in Minsk nicht verhindern. Immer wieder kämpfte sich das Team von Bundestrainer Pat Cortina vor 11.845 Zuschauern zurück, am Ende war es ein Rückschlag zu viel. „Mehr als alles versuchen, kann man nicht. Mit etwas Glück wären die drei Punkte drin gewesen“, sagte Draisaitl. Zum gesamten Turnierverlauf sagte das größte deutsche Talent seit Jahren: „Jeder weiß, wir haben nicht genügend Tore geschossen, um zu gewinnen.“

Der Rückschritt von Minsk wirkt sich auch auf die Weltrangliste aus, die in zwei Jahren über die Olympia-Qualifikation 2018 entscheidet. Im Ranking werden die bisher als Elfte geführten Deutschen hinter die Viertelfinalisten Frankreich und Weißrussland fallen. Einen überragenden Eindruck hinterließ gegen die USA bei den Deutschen vor allem der hochgelobte 18-jährige Draisaitl. „Für mein erstes internationales Turnier war das ganz in Ordnung“, sagte der gebürtige Kölner.

Pech hatten die Deutschen im ersten Drittel, als die Schiedsrichter ein Tor der deutschen Auswahl nicht anerkannten. Draisaitl legte für Sturmkollege Yannic Seidenberg vor, der Münchner lenkte den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor. Nach Videobeweis blieb Seidenberg ein Tor verwehrt. Cortina, der auf die angeschlagenen Justin Krueger, Benedikt Kohl und Felix Schütz sowie den gesperrten Marcus Kink verzichten musste, hatte Torhüter Danny Aus den Birken sein WM-Debüt ermöglicht.

Der Kölner hinterließ einen guten Eindruck. Zuvor hatte sich Cortina mit viel Kritik an der Besetzung der Torwartposition auseinandersetzen müssen, weil er meist auf Rob Zepp setzte, der Torwart der Berliner Eisbären aber selten überzeugte. Philipp Grubauer, in dieser Saison auch für die Washington Capitals in der nordamerikanische Profiliga NHL aktiv, durfte auch gegen die USA nur zuschauen. Dabei wird der gebürtige Rosenheimer allgemein als der zurzeit stärkste deutsche Torwart eingeschätzt.

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