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Eishockey-WM : Deutschland verliert gegen Schweden 2:7

Gegen die favorisierten Schweden macht sich bei Deutschland die Müdigkeit nach dem Kraftakt gegen die USA bemerkbar - und der WM-Gastgeber bricht am Ende ein.

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Deutschlands Gerrit Fauser (links) und seine Teamkollegen boten den Schweden lange Paroli. Foto: dpa/Skolimowska
Deutschlands Gerrit Fauser (links) und seine Teamkollegen boten den Schweden lange Paroli.Foto: dpa/Skolimowska

Dennis Seidenberg fand nach einem trüben Spiel die passenden Worte. Hatten viele seiner Kollegen zuvor noch versucht die klare Niederlage gegen Schweden lapidar erscheinen zu lassen, sagte der Kapitän der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft: "Wir haben zwei Drittel lang gut gespielt und dann sind wir auseinandergefallen. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht im letzten Drittel. Das sollte so nicht wieder passieren."

Einen Tag nach dem Sieg gegen die USA zeigte das deutsche Team am Samstag lange auch eine gute Leistung. Allerdings reichte es gegen den Favoriten diesmal bei Weitem nicht. Deutschland verlor das Spiel gegen Schweden 2:7 (1:1, 1:3, 0:3). Im letzten Drittel machte sich die Müdigkeit beim WM-Gastgeber bemerkbar, schließlich hatten die Deutschen ihr Spiel gegen die USA erst 21 Stunden zuvor beendet. Sie brachen ein.

Nur 35 Spielminuten hält das deutsche Team gut mit

Patrick Hager und Philip Gogulla (beide Kölner Haie) hatten nach den ersten beiden Treffern der Schweden ausgeglichen. Vor 18.673 Zuschauern in der wie schon gegen die USA ausverkauften Kölner Arena fiel die Niederlage dann zu hoch aus. Nun hat das Team von Bundestrainer Marco Sturm einen Tag Pause, bevor es am Montag gegen Russland spielt. Und das wird nun weder einfacher noch schwerer als vorher. "Drei Punkte aus den Spielen gegen die USA und Schweden sind insgesamt immer noch gut", sagte Sturm. "Aber logisch, wir brauchen jetzt ein paar Stunden, um das Spiel gegen die Schweden zu verdauen."

Immerhin war der verdiente Sieger am Ende noch für eine Überraschung gut: Zur offiziellen Pressekonferenz erschien Trainer Rikard Grönborg nicht. Warum auch immer und sicher eine Ausnahme bei einem WM-Turnier. Aber die Schweden hatten ja schon auf de Eis eine klare Sprache gesprochen und sich für ihre knappe Auftaktniederlage gegen Russland rehabilitiert.

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