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Eishockey-WM in Weißrussland : Deutschland mit Auftaktsieg

Im ersten Spiel der WM hatte die Auswahl von Bundestrainer Pat Cortina lange Mühe mit unerwartet starken Kasachen. Am Ende gab es ein knappes Ergebnis.

Marcel Noebels (r.) und Kasachstans Roman Sawtschenko im Zweikampf.
Marcel Noebels (r.) und Kasachstans Roman Sawtschenko im Zweikampf.Foto: Imago

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich bei der WM in Minsk zum Sieg gegen Kasachstan gezittert und mit viel Mühe den erhofften gelungenen Auftakt geschafft. Thomas Oppenheimer rettete die deutsche Auswahl am Samstag mit seinem entscheidenden Treffer im Penaltyschießen den 2:1 (1:1, 0:0, 0:0)-Erfolg. Nach dem schwachen Auftritt braucht das Team von Bundestrainer Pat Cortina aber schon am Sonntag (12.45 Uhr/Sport1) eine Leistungssteigerung, um gegen Lettland zu bestehen.

Andrej Gawrilin (11.) hatte die Kasachen vor offiziell 12 880 Zuschauern in Führung gebracht, Matthias Plachta (19.) noch im ersten Drittel ausgeglichen. Mehr passierte in der regulären Spielzeit und der Verlängerung nicht mehr, so dass die Entscheidung erst im Shootout fiel. "Wir wollen das Turnier beginnen und von Beginn an auf dem richtigen Weg sein", hatte Cortina als Zielsetzung ausgegeben und angekündigt: "Wir sind bereit." Doch seine Auswahl tat sich gegen den Aufsteiger, der in der Weltrangliste sechs Plätze hinter Deutschland notiert ist, bis zum Schluss sehr schwer. Und auch das deutsche Überzahl-Spiel, auf dem im Training zuletzt der Fokus gelegen hatte, brachte nichts ein.

Nervöser Beginn, überraschender Rückstand

Anfangs angefeuert von einer kleinen deutschen Fangemeinde, die aber in der nicht annähernd gefüllten Minsk-Arena in der Unterzahl war, und zaghaften Rufen "Auf geht's Deutschland schießt ein Tor", erweckten die Deutschen zunächst einen nervösen Eindruck. Dennoch fanden sie ordentlich ins Spiel. In Überzahl vergab Daniel Pietta eine gute Möglichkeit, bevor überraschend die Führung der Kasachen fiel und die junge DEB-Auswahl im ersten WM-Match schockte. Kevin Dallman zog ab, Gawrilin fälschte ab und überwand den Berliner Rob Zepp, der im Tor den Vorzug vor dem jungen AHL-Torhüter Philipp Grubauer erhalten hatte.

Insgesamt gaben die Deutschen im ersten Drittel aber deutlich mehr Schüsse auf das Tor ab - und wurden kurz vor der ersten Pause belohnt. Nach Vorlage des Toptalents und WM-Debütanten Leon Draisaitl zog Plachta ab, der Puck rutschte dem kasachischen Goalie Witali Litwinenko durch die Beine über die Linie.

Präzision fehlte

Im zweiten Abschnitt war Zepp gleich beim ersten Angriff gegen Nikolai Antropow gefordert. Auch in den folgenden Minuten wurde es mehrmals gefährlich vor dem Tor des Berliners, der bei einem Pfostenschuss das Glück auf seiner Seite hatte.

Den Deutschen fehlte die Präzision im Spiel gegen die Kasachen, die mit einigen Spielern aus der russischen KHL bestückt sind. Nachdem auch Marcel Noebels eine Chance ausließ, ging es mit einem Unentschieden in die Kabine. Auch im Schlussabschnitt spielten die Kasachen besser und hatte zehn Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit durch Nikolai Antropow die Chance auf den Sieg. Nach der torlosen fünfminütigen Verlängerung trafen Alexander Barta und Oppenheimer ihre Penaltys - so vermied die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes einen WM-Fehlstart wie 2005, als sie gegen Kasachstan verloren und am Ende abstiegen. (dpa)

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