Sport : Eishockey-WM: Kölsch am Henkelmännchen

Von wegen keine Stimmung: Trotz teilweise strömenden Regens lockte die Eishockey-Weltmeisterschaft am Samstag schon um neun Uhr morgens die ersten Fans in der Rhein-Metropole. Drei Stunden vor dem Eröffnungsbully am Samstag herrschte im Fan-Dorf vor dem Stadion ein buntes Treiben. Düsseldorfer, Kölner und Krefelder standen friedlich zusammen. Bad Tölzer Fans feierten mit Anhängern aus Bremerhaven. Schwarz-Rot-Gold bemalt und guter Laune, feierten alle zusammen friedlich vor dem von den Kölnern liebevoll Henkelmännchen genannten Stadion.

Vor dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Schweiz (gestern nach Redaktionsschluss) feierten die Fans beider Mannschaften gemeinsam. Die im Vorfeld der WM beschworenen Fan-Freundschaften wurden bei Kölsch und Bratwurst gefestigt, die nach und nach eintrudelnden Anhänger aus der Schweiz lautstark begrüßt. Die Verantwortlichen wollten, so WM-Pressechef Holger Rathke, "einen Schmelztiegel schaffen". Das ist ihnen gelungen. Auch aus der Sicht der Polizei gab es keine Probleme. "Und das wird wahrscheinlich auch so bleiben", meinte ein Polizist vor Spielbeginn.

Wie geplant trafen auch der Fan-Zug aus Süddeutschland mit rund 1000 Enthusiasten und ein Deutsch-Schweizer Bus in Köln ein. "Während der ganzen Zeit hatten wir eine tolle Stimmung im Zug", berichtete der Mitorganisator und Zugbegleiter Jürgen Kind. "Die Fans freuen sich auf ein tolles Spiel und eine große Party", so Kind weiter. "Auch wir wollen die großartige Feier in unserem Multi-Kulti-Bus nachher in der KölnArena fortsetzen", betonte Bernd Schäfer, der den Fan-Bus mit Schweizer und deutschen Fans begleitet hatte.

Am Freitagabend sah das Bild noch ganz anders aus. Lediglich rund 200 Eishockey-Fans hatten bei strömendem Regen auf die Präsentation der deutschen Mannschaft und auf die Eröffnung des Fan-Dorfs vor der Köln-Arena gewartet. Rund um das Stadion entstand in den letzten Tagen eine kleine Stadt mit Verkaufsständen. Das Angebot für die Eishockey-Freunde reicht von Live-Musik von einer Schussgeschwindigkeits-Anlage über ein Spielezelt bis zu Torschusstraining mit einem Torhüter der Kölner Haie.

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