Eishockey-WM : Trainer Pat Cortina ohne Erfolg - der DEB muss handeln

Die Eishockey-WM ist für Pat Cortina und das deutsche Team schon nach der Vorrunde und Platz 14 vorbei. Der Deutsche Eishockey-Bund sollte über den Bundestrainer nachdenken. Ein Kommentar.

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Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina mit Spielern.
Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina mit Spielern.Foto: dpa

Die Eishockey-Weltmeisterschaft von Minsk ist vorbei – für die deutsche Mannschaft. Am Dienstag verlor sie, nach zwei Siegen zum Auftakt, beim 4:5 gegen die USA zum fünften Mal in Folge. Um den Titel spielen im Viertelfinale wieder einmal die anderen, was aber den Bundestrainer nicht irritiert. Pat Cortina verkauft einen 14. Platz bei der WM als Erfolg.

Der brummige Kerl aus Kanada ist Profi im Schönen von Pleiten, die es in seiner zweijährigen Amtszeit als Bundestrainer schon zur Genüge gab. Andere wären nach dem erstmaligen Scheitern eines deutschen Teams in einer Olympiaqualifikation verschämt zurückgetreten, nicht so Cortina.

Er sprach und spricht weiter von Perspektiven und nicht von der traurigen Gegenwart, in die das Nationalteam unter seiner Regie abgesackt ist. Minsk weitergedacht, wäre ein Abstieg bei der nächsten A-WM logisch – sollte Cortina seinen Dreijahresvertrag erfüllen dürfen.

Pat Cortina fehlen zwei Qualitäten: Erfolg und Sprachkenntnisse

Cortina fehlen zwei Qualitäten: Erfolg als Trainer und ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache. Seine Vorgänger Hans Zach und Uwe Krupp waren erfolgreicher und gaben dem Team ihr eloquentes Gesicht in der Öffentlichkeit. Cortina wird seinem Amt nicht gerecht, das muss nach der WM auch beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) angekommen sein.

Aber wie soll ein Verband reagieren, der mitten in einem Machtkampf steckt? DEB-Präsident Uwe Harnos steht in der Kritik, womöglich wird der ausgebootete Generalsekretär Reindl bald sein Gegenkandidat. Oder nicht?

Das deutsche Eishockey präsentiert sich dieser Tage auf allen Ebenen diffus. Insofern passt der Trainer zum Verband – der trotzdem handeln sollte. Denn im Kerngeschäft Nationalteam droht unter Cortina auf dem Weg zur Heim-WM 2017 der Fall in die Bedeutungslosigkeit.

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