Eiskunstlauf-DM : Eklat: Rabe reist ab

Sascha Rabe hat seine Teilnahme an den Deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Mannheim abgebrochen.

Frank Bachner

Berlin - Am Donnerstagabend, kurz vor dem Beginn der Originaltänze, ging der Eistänzer aus Berlin zum Kampfgericht und meldete sich und seine Partnerin Tanja Kolbe ab. Nach dem Pflichttanz hatten die beiden, Dritte der Meisterschaft 2008, noch auf dem dritten Platz gelegen.

Der Grund für Rabes Entscheidung stand in der Mannheimer Eissporthalle an der Bande: Udo Dönsdorf, der Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Der Eistänzer wirft dem Funktionär vor, ihn sexuell belästigt zu haben. Dönsdorf weist das entschieden zurück. Karla Vogt-Röller, Rabes Anwältin, hatte mit dem 24-Jährigen telefoniert. Sie erklärte dem Tagesspiegel: „Er war vollkommen aufgelöst. Er konnte nicht laufen. Er sagte, die Verletzungsgefahr sei viel zu groß.“

Umstritten ist jetzt, ob es in Mannheim eine Absprache zwischen DEU-Vizepräsidentin Elke Treitz und Hendryk Schamberger, dem Trainer des Berliner Paars, gegeben hatte. Laut Vogt-Röller habe Treitz dem Coach zugesichert, dass Dönsdorf nicht in der Halle sei, wenn Rabe laufe. Das habe ihr Schamberger mitgeteilt. Die DEU bestritt das in einem Fax – Treitz habe nur erklärt, dass sowohl Rabe als auch Dönsdorf selber dafür sorgen werden, dass sie nicht aufeinandertreffen.

Auch in einem weiteren Punkt tangiert der Fall Rabe/Dönsdorf die Titelkämpfe. Rabes Lebensgefährte David Pelletier, der ebenfalls in Mannheim laufen wollte, meldete sich noch vor dem Kurzprogramm der Männer ab. Er habe damit gegen die Anwesenheit von Dönsdorf in Mannheim protestieren wollen, teilte er mit. 

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