Sport : Eiskunstlauf-EM: Lindemann erreicht nach Sturz Platz elf

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Warschau - Der sechsmalige deutsche Meister Stefan Lindemann biss bis zuletzt die Zähne zusammen: Fitgespritzt und mit einem Wärmegurt unter dem schwarzen Anzug kämpfte sich der Erfurter bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Warschau auf Rang elf vor.

Nach einem harten Sturz im Kurzprogramm, das der 26-Jährige als 17. verpatzt hatte, bekam er über Nacht steife Rückenwirbel. „Ich habe überlegt, in der Kür gar nicht anzutreten“, sagte Lindemann, der mit der couragierten Leistung die interne deutsche Ausscheidung gegen Philipp Tischendorf (15./Berlin) um den einzigen Startplatz bei der WM im März in Tokio klar für sich entschied.

Sein zweites EM-Gold gewann am Donnerstag der Franzose Brian Joubert, der als Einziger im Wettbewerb eine Kombination aus Vierfach-Doppel-Toeloop stand. Silber holte der Tscheche Tomas Verner vor Kevin van der Perren aus Belgien.

Lindemann sagte über sein mittelmäßiges EM-Abschneiden: „Ich habe geackert und gekämpft. Ich bin rundum zufrieden mit der Leistung heute, sie wird mir Auftrieb geben.“ Nur der Sturz beim Dreifach-Axel ärgerte den Erfurter. dpa

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