Sport : Eiskunstlauf-Grand-Prix: Deutsches Sturzfestival

Europameister Ewgeni Pluschenko (Russland) ist der erste Sieger des Eiskunstlauf-Grand-Prix in Gelsenkirchen. Der alte und neue Gewinner bezwang bei dem mit 264 000 Dollar dotierten Wettbewerb den Skate-America-Sieger Timothy Goebel (USA). Der erst 18 Jahre alte Pluschenko zeigte in seiner Kür erstmals zwei Vierfach-Sprünge und setzte künstlerische Maßstäbe. Dagegen stürzte der ansonsten sprunggewaltige Amerikaner nach einem Vierfach-Toeloop.

Nach dem Ausfall von Junioren-Weltmeister Stefan Lindemann, der am Freitag schwer gestürzt war, gab es für die deutschen Starter ein Debakel. Die 1500 Zuschauer im Sportparadies hielten bei Andre Kaden (Berlin) und Silvio Smalun (Oberstdorf) die meiste Zeit den Atem an. Beide stürzten und strauchelten bei ihren Dreifach-Sprungversuchen und belegten mit Rang zehn und elf die letzten Plätze im Wettbewerb.

Der Deutsche Meister Lindemann wurde am Sonnabend bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Bei dem Sturz im Kurzprogramm hatte sich der Erfurter einen Innenbandanriss im Knie und eine Sprunggelenkzerrung zugezogen. Der zurzeit auf Gehhilfen angewiesene 20-jährige Eiskunstläufer will bei den deutschen Meisterschaften im Januar wieder dabei sein.

Lindemann war am Freitag nach seinem Sturz beim dreifachen Axel auf dem Eis liegengeblieben und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die rechte Wade. Anschließend wurde der deutsche Meister mit Verdacht auf eine Bänderverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert. Doch die Diagnose nach einer Kernspintomographie ließ den anfangs unter Schock stehenden Sportler etwas aufatmen: Das Innenband im Knie und das Sprunggelenk sind gezerrt.

Auch das Saisondebüt der Eistänzer Kati Winkler/Rene Lohse war ernüchternd: Nach dem Pflichttanz liegen die Deutschen Meister auf Platz vier hinter den Weltmeisterschaftszweiten Fusar-Poli/Margaglio (Italien), den WM-Dritten Drobiazko/ Vanagas (Litauen) und den Kanadiern Bourne/Kraatz.

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