Sport : Eiskunstlauf: Sportler haben auch im Sommer Trainingsfläche

Reinhard E. Ketterer wird die Arbeitswoche wieder mit einer etwas gelösteren Miene beginnen. Wochenlang hatte den engagierten Landestrainer für die großen und kleinen Eiskunstläufern Berlins die Sorge gequält, dass seinen Schützlingen buchstäblich der Boden unter den Füßen entzogen würde. Genauer gesagt der eisige Boden, das Eis, auf dem sich die Spitzenläufer für die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City im Februar kommenden Jahres vorbereiten. Und der fleißige Nachwuchs Sprünge für den großen Sprung nach vorn tagtäglich üben will.

Das alles ist seit diesem Wochenende nicht mehr in Frage gestellt. Denn nach einer Sitzung, die man gut und gerne auch als Krisensitzung bezeichnen darf, bei der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport konnte mit dem Berliner Eislauf-Verband Einigkeit darüber erzielt werden, dass auch während der Sommermonate wenigstens in einer der drei in Berlin zur Verfügung stehenden Anlagen Eis vorhanden sein wird.

Die Halle beim Berliner TSC in der Paul-Heyse-Straße, die total renoviert werden muss, bleibt nunmehr bis zum 10. Juni geöffnet. Anschließend kann das Weddinger Erika-Hess-Stadion so lange benutzt werden, bis die ebenfalls zur Sanierung anstehenden Hallen im Sportforum in hohenschönhausen wieder hergestellt sind. Das wird am 12. August beziehungsweise 2. September der Fall sein. Gleichzeitig soll auch die Deutschlandhalle, künftig neue Heimstatt des DEL-Eishockeyligisten Berlin Capitals, ab 1. August mit Eis versehen sein. Das versicherte zumindest der Leitende Senatsrat Jürgen Kießling. Der Termin ist deshalb wichtig, weil die Eishalle Jaffstraße noch vor der Funkausstellung abgerissen werden soll, um den Eingang zur Messe freizubekommen. Besonders erfreut neben den jungen Eisläufern, die die beiden Sportgymnasien besuchen, dürften die Sportpaare Mariana Kautz/Norman Jeschke, Sarah Jentgens/Mirko Müller und möglicherweise auch die Einzelläuferin Caroline Gülke (alle SC Berlin) sein. Sie alle möchten das Olympiaticket lösen - wie auch die in Oberstdorf lebenden und trainierenden Berliner Eistänzer Kati Winkler/Rene Lohse. Wobei bei den Paaren der Deutschen Eislauf-Union nur ein Startplatz für die olympische Konkurrenz zur Verfügung steht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar