Eiskunstlauf-Trainer Steuer über Doping : "Es wurde damals so gearbeitet"

Der Trainer von Aljona Savchenko und Robin Szolkowy vermutet, zu aktiven Zeiten unwissentlich gedopt zu haben - im Training sollen ihm Pillen verabreicht worden sein.

Vermutet in seiner Biographie, zu aktiven Zeiten unwissentlich gedopt zu haben: Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer.
Vermutet in seiner Biographie, zu aktiven Zeiten unwissentlich gedopt zu haben: Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer.Foto: dpa

Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer schreibt in seiner Biografie "Eiszeiten - Vom Ehrgeiz getrieben", dass ihm als junger Läufer vermutlich Dopingpräparate verabreicht wurden, vermeidet aber eine klare Stellungnahme. Zum Muskelaufbau habe er nach dem Wechsel vom Einzel zum Paarlaufen ein halbes Jahr lang täglich eine blaue Pille bekommen und keine Wettkämpfe laufen dürfen. Ob es das Anabolikum Oral-Turinabol gewesen sei, beantwortet er nicht.

"Ich gehe davon aus, es wurde damals so gearbeitet. Das war Prophylaxe", sagte der ehemalige Paarlauf-Weltmeister mit Mandy Wötzel in Sotschi. In seinem Buch schreibt der 47-Jährige, er habe damals wie ein Streichholz mit Schlittschuhen ausgesehen. Als Trainer käme für ihn eine Verabreichung von Dopingmitteln auf keinen Fall infrage. Er hatte die viermaligen Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy aus Chemnitz bei den Winterspielen wie schon 2010 zu Bronze geführt. „Wir wollen unsere Erfolge nur mit legalen Mitteln erreichen“, betonte Steuer. (dpa)

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