EISSCHNELLLAUF : Eismaschinen-Chaos

Außer dem Südkoreaner Mo Tae-Bum, der das Chaos-Rennen der Männer über 500 Meter gewann und das erste olympische Eisschnelllauf-Gold für sein Land holte, konnte sich kaum jemand freuen. Wegen einer peinlichen Panne an allen drei Eismaschinen standen die Wettkämpfe unmittelbar vor dem Abbruch. Immer wieder lief Wasser aus den elektronisch gesteuerten Maschinen und sorgte auf der Eisbahn für gefährliche Wellen. Nach heftigen Protesten vor allem der Niederländer musste die Eisfläche immer wieder neu präpariert werden, während parallel dazu die defekten Maschinen notdürftig repariert wurden. Erst nach einem Machtwort von Ottavio Cinquanta, dem Präsidenten des Weltverbandes, konnte der erste Lauf nach 90-minütiger Pause fortgesetzt werden. Von regulären Bedingungen konnte allerdings niemals die Rede sein. Die ersten 19 Läufer, die vor der Eisbereitung auf die Bahn gingen, hatten durch die Verzögerung eine längere Erholungspause als später antretende Konkurrenten. So oder so, die Deutschen waren Außenseiter: Nico Ihle aus Chemnitz verbesserte immerhin seine Flachland- Bestzeit und wurde 18., der Berliner Samuel Schwarz kam als 23. an. dpa

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