Eisschnelllauf : Friesinger feiert ersten Saisonsieg, Wolf mit Weltrekord

In deutscher Rekordzeit verwies Sprint-Weltmeisterin Anni Friesinger die Konkurrenz in Calgary über 1000 Meter auf die Plätze. Bereits am Freitag raste Jenny Wolf über 500 Meter zu einem neuen Weltrekord.

Jenny Wolf
Der Berlinerin Jenny Wolf verbesserte ihren eigenen Weltrekord. -Foto: AFP

CalgaryFriesinger gewann das 1000-m-Rennen in deutscher Rekordzeit von 1:13,49 Minuten klar vor der Kanadierin Christine Nesbitt (1:14,14) und Chiara Simionato (Italien/1:14,15), nachdem sie tags zuvor trotz deutschen Rekordes (1:53,09) über 1500m nur Zweite geworden war. Über 1000m verbesserte Friesinger ihre persönliche Bestzeit, die sie vor einer Woche in Salt Lake City aufgestellt hatte, um 22 Hundertstel.

500-m-Weltrekordlerin Jenny Wolf bestätigte unterdessen am letzten Tag in Calgary auch über die von ihr wenig geliebte 1000-m-Distanz ihre Topform. Die 28-Jährige gewann das Rennen der schwächeren B-Gruppe in persönlicher Bestzeit von 1:15,75 Minuten und sicherte sich damit das Startrecht für das Rennen der besten 20 Läuferinnen beim nächsten Sprint-Weltcup in Heerenveen im Dezember. Wolf hatte in Calgary beide 500-m-Läufe gewonnen, den ersten am Freitag in der Weltrekord-Zeit von 37,02 Sekunden.

Deutsche Frauen gewinnen Team-Wettbewerb

Zum Abschluss gewannen Friesinger, Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms den Team-Wettbewerb der Frauen. Die Olympiasiegerinnen, die erstmals seit ihrem Goldlauf von Turin wieder gemeinsam auf dem Eis standen, setzten sich in 2:56,46 Minuten vor Kanada und Russland durch. Den eigenen Weltrekord, den das Trio vor gut zwei Jahren an selber Stelle aufgestellt hatte (2:56,04), verpasste es nur um 42 Hundertstel.

Der Berliner Samuel Schwarz stellte derweil einen deutschen Rekord über 1000m auf. Der 24-Jährige unterbot in 1:08,60 Minuten seine eigene, gut acht Monate alte Bestzeit um sechs Hundertstelsekunden. Der deutsche Meister kam dennoch nicht über Rang 16 hinaus. Es siegte der Kanadier Denny Morrison in 1:07,25 vor seinem Landsmann Jeremy Wotherspoon (1:07,31) und dem Niederländer Simon Kuipers (1:07,39).

Im Team-Wettbewerb erreichten die deutschen Männer überraschend einen Podestplatz. Stefan Heythausen (Grefrath), Robert Lehmann (Erfurt) und Tobias Schneider (Berlin) liefen in 3:44,40 Minuten deutschen Rekord und erreichten damit Platz drei hinter Kanada (3:41,95) und Norwegen (3:42,88). Das deutsche Trio unterbot die alte Bestmarke, aufgestellt von Christian Breuer, Jörg Dallmann und Heythausen vor zwei Jahren an selber Stelle, um fünf Zehntelsekunden. (mit sid)

0 Kommentare

Neuester Kommentar