Eisschnelllauf : Kein Attest vom Olympia-Arzt

Claudia Pechstein weist die Vorwürfe von Anni Friesinger gegenüber Gerald Lutz entschieden zurück. Ihn grundlos öffentlich anzugreifen, käme einem Rufmord gleich.

BerlinBerlin - Olympia-Arzt Gerald Lutz hat sich vehement gegen die Angriffe von Eisschnelllauf-Star Anni Friesinger-Postma gewehrt und behält sich rechtliche Schritte vor. „Die gegen mich erhobenen Vorwürfe sind inakzeptabel für mich. Ich weise sie von mir. Rechtliche Schritte behalte ich mir vor“, sagte er in Vancouver, wo die Olympischen Winterspiele stattfinden. Wegen der Nominierung von Lutz als Olympia-Arzt hatte Friesinger-Postma Kritik an der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) geübt.

Auch die gesperrte Claudia Pechstein hat Lutz verteidigt. „Ihn grundlos öffentlich anzugreifen, kommt einem Rufmord gleich. Ich glaube nicht, dass Anni sich über die Folgen ihrer Aussagen bewusst ist“, sagte Pechstein. Die Berlinerin ist bis zum 8. Februar 2011 wegen auffälliger Blutwerte gesperrt.

Lutz war Teamarzt, als Pechstein bei der Mehrkampf-WM 2009 erstmals vom Weltverband über ihre erhöhten Retikulozyten-Werte informiert wurde. Er hatte seinerzeit einen Infekt diagnostiziert. „Lutz hat mir damals gar kein Attest ausgestellt. Letztlich lag die Entscheidung der Absage der WM allein bei mir“, sagte Pechstein. Sie habe zwischen der EM und WM tatsächlich einen Infekt gehabt, von dem sie sich nicht zu 100 Prozent erholt gehabt habe. dpa

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