• Eisschnelllauf-Test endet mit einer bitteren Nachricht: Verletzte Stephanie Beckert muss EM-Teilnahme absagen

Sport : Eisschnelllauf-Test endet mit einer bitteren Nachricht: Verletzte Stephanie Beckert muss EM-Teilnahme absagen

Erfurt/Berlin - Schwerer Rückschlag zum neuen Jahr: Stephanie Beckert hat wegen Rücken-Problemen überraschend ihren Start bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften (7. bis 9. Januar) im italienischen Klobenstein abgesagt. Das gab Bundestrainer Markus Eicher nach einem Test-Wettkampf am Sonntag in Erfurt bekannt. „Sie hat es heute noch einmal probiert, aber die Beschwerden sind nicht geringer geworden“, sagte Eicher, nachdem die dreimalige Olympia-Medaillen-Gewinnerin über 1500 Meter in 2:03,6 Minuten ins Ziel gekommen war.

In Klobenstein galt die derzeit beste deutsche Langstreckenläuferin aufgrund ihrer schwächeren Leistungen über 500 Meter nicht als Medaillen-Kandidatin. Nach ihren Weltcup-Erfolgen über 3000 und 5000 Meter hatte man ihr aber zugetraut, mit der Favoritin Martina Sablikova aus Tschechien auf den langen Strecken ernsthaft zu konkurrieren.

Die EM-Qualifikation endete mit weiteren Überraschungen. Team-Olympiasiegerin Katrin Mattscherodt aus Berlin fand auch zu Beginn der zweiten Saison-Hälfte nicht zu alter Stärke und verpasste die Qualifikation ebenso wie Patrick Beckert. Der Bruder von Stephanie Beckert plagte sich mit einer Erkältung. Mit 38,24 Sekunden über 500 Meter und 1:52,71 Minuten über 1500 Meter verfehlte er klar seine Ziele. „Das war bitter, im Training war er zuvor viel schneller“, sagte sein Trainer Stephan Gneupel.

Dafür qualifizierten sich Robert Lehmann aus Erfurt und der Berliner Tobias Schneider. Lehmann erreichte mit 37,33 (500 m) und 1:51,54 (1500 m) die schnellsten Zeiten des Quartetts, das die Nominierungs-Wettkämpfe in Angriff genommen hatte. Zu den beiden Zeiten auf den Unter-Distanzen wurde noch die beste Weltcup-Zeit über 5000 Meter für die Nominierung berücksichtigt.

Das Damen-Trio bilden nun die Berlinerinnen Isabell Ost und Bente Kraus sowie die Dresdnerin Jennifer Bay. Ost war in 41,98 Sekunden auf der Sprintstrecke beziehungsweise 2:03,38 Minuten über 1500 Meter jeweils die Schnellste. Katrin Mattscherodt enttäuschte in der Gesamtrechnung mit dem vierten Platz. dpa

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