Sport : Eisschnelllauf-Weltcup: Sieg erst bei der WM

Vorn dabei, aber noch nicht Spitze: Weltmeisterin Monique Garbrecht-Enfeldt ist am ersten Tag des Eisschnelllauf-Weltcups in Nagano wieder knapp an ihrem ersten Saisonsieg vorbeigeschrammt. Bereits zum dritten Mal in diesem Winter kam die Berlinerin über 1000 m auf Platz zwei: In 1:17,14 Minuten musste sie sich nur der Japanerin Eriko Sanmiya (1:16,81) beugen, die damit klar die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Cup-Verteidigerin Garbrecht verdrängte die Amerikanerin Chris Witty und eroberte den zweiten Platz im Klassement.

Über 500 m feierte Olympiasiegerin Catriona LeMay-Doan aus Kanada ihren dritten Erfolg und bleibt damit auf ihrer Schokoladenstrecke weiter unbesiegt. In 38,61 Sekunden setzte sie sich deutlich von der Konkurrenz ab, die von Sanmiya (38,88) angeführt wurde. Monique Gabrecht durfte als Dritte mit nur 0,01 Sekunden Rückstand erstmals in diesem Jahr einen Platz auf dem Siegertreppchen einnehmen und ist in der Gesamtwertung weiter Vierte.

"Es lief ganz rund, aber leider haben Fehlstarts auf beiden Strecken ein noch besseres Ergebnis verhindert. Danach geht man dann doch nicht mit vollem Risiko in das Rennen", bedauerte die 32-jährige Berlinerin. An der Stätte ihres WM-Doppelerfolges vom vergangenen März konnte ihr nur Eriko Sanmiya vor rund 2500 Anhängern den angesteuerten Premierensieg streitig machen. "Sie ist unheimlich motiviert und offenbar auch stabiler als im vorigen Jahr", sagte Monique Garbrecht nach dem zweiten Weltcup-Sieg der Japanerin, die momentan als ihre stärkste Rivalin für die WM im Sprint-Mehrkampf im Januar in Inzell gilt. "Den Sieg haben ich mir für die Weltmeisterschaft aufgehoben", scherzte Gabrecht, die sich auch über den Einzug ihres schwedischen Ehemannes Magnus Enfeldt in die 1000-m-A-Gruppe freuen durfte.

Ihr Trainer Joachim Franke sprach von einem "hochkarätigen Wettkampf", bei dem Monique Garbrecht noch die ganz große Gegnerin im direkten Duell fehlte. "So war sie am Ende ein wenig ohne Orientierung", meinte Franke. Mit der Erfurterin Sabine Völker, die über 1000 m Fünfte (1:17,84) und über 500 m Siebte (39,10) wurde, konnte eine weitere deutsche Sprinterin in der Weltelite mithalten, während die Herren weiter um einen Platz in der A-Gruppe kämpfen müssen.

Der Berliner Jan Waterstadt kam mit Zeiten von 36,42 Sekunden und 1:13,11 Minuten ganz nah an dieses Ziel heran. Überragender Sprinter war bei guten Bedingungen Hiroyasu Shimizu aus Japan, der die 500 m in 35,22 Sekunden überlegen gewann. Auf der doppelten Distanz kam mit dem Norweger Adne Söndral der 1500-m-Olympiasieger zum ersten Saison- Erfolg.

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