Sport : Elber leidet unter Makaay

Muss der Brasilianer auf die Münchner Bank?

Daniel Pontzen

München. Vor einer Woche noch hatte sich Giovane Elber in kollegialer Verbundenheit hinter seinen Sturmpartner Claudio Pizarro gestellt. Der Peruaner harmoniere so gut mit ihm, dass sich Roy Makaay schon „warm anziehen“ müsse, um Pizarro zu verdrängen. Elbers Prognose war in zweierlei Hinsicht unpräzise: Denn neben dem mäßig saisongetreuen Kleidungstipp ist es wohl nicht Pizarro, der um ausreichend Arbeitszeit bangen muss. Vielmehr droht Elber in seiner Abschiedssaison beim FC Bayern einige Zeit auf der Ersatzbank.

„Ich spiele auf keinen Fall mit Elber, Pizarro und Makaay“, verkündete Trainer Ottmar Hitzfeld via „Bild“, und es spricht einiges dafür, dass Elber in dem Spiel „Mach zwei aus drei“ der Leidtragende ist. Der Brasilianer, seit 1997 bei den Bayern, erfüllte sich zwar erst in der Vorsaison den Traum, Torschützenkönig zu werden. Doch zum einen war er von einer merkwürdigen Auswärtsschwäche befallen und enthielt zudem den Betrachtern der internationalen Spiele zuletzt seine Torgefährlichkeit vor. Zum zweiten verfolgt Hitzfeld den in der Vorsaison zart angedeuteten Generationswechsel konsequent: Im Mittelfeld mussten beim Sieg gegen Frankfurt Mehmet Scholl (32) und Jens Jeremies (29) den Hoffnungsträgern Sebastian Deisler (23) und Owen Hargreaves (22) weichen. Eine ähnliche Verjüngung steht im Angriff bevor, zumal mit Makaay (28), ein erfahrener Stürmer schon gesetzt ist. Wie eng der Platz werden könnte für Elber, wird sich erst dann zeigen, wenn Roque Santa Cruz wieder fit ist, der sich noch im Aufbautraining befindet.

Wann Makaay, der in der vergangenen Champions-League-Saison vier Treffer gegen die Münchner erzielte, erstmals für die Münchner auflaufen wird, ist noch offen. Erst vor zwei Wochen hatte der Niederländer in La Coruña das Training aufgenommen. „Ich glaube nicht, dass er schon in Topverfassung ist“, sagt Hoeneß. Einen Einsatz am Sonnabend in Hannover hält er für unwahrscheinlich. Elber bleibt also noch ein wenig Gelegenheit, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen.

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