Sport : Elegant im Abstiegskampf St. Pauli schlägt Köln 3:0 und verlässt Platz 16

Hamburg - Charles Takyi hatte ein bisschen Platz vor dem Strafraum der Kölner. 23, vielleicht 24 Meter Entfernung waren es zum Tor der Kölner und der Mittelfeldspieler des FC St. Pauli zog mit dem Vollspann ab, der Ball segelte über den Kölner Keeper Michael Rensing ins Netz. 1:0 nach einer halben Stunde. Es war ein schönes Tor, welches zum Spielverlauf bis dahin so gar nicht passen wollte. Denn das Spiel im Kampf gegen den Abstieg war zerfahren, der schlechte Rasen am Millerntor ließ vor 24 355 Zuschauern kaum gute Kombinationen zu. Nach Takyis erstem Treffer aber wurde St. Pauli sicherer im Zusammenspiel, so gelang Takyi wenig später das 2:0, in der zweiten Halbzeit traf Florian Bruns dann sogar per Foulelfmeter zum 3:0 (2:0)-Endstand. Den Hamburgern gelang damit der dritte Heimsieg in dieser Saison, sie gaben den Relegationsplatz 16 dadurch wieder an die Gäste ab. St. Pauli kann nun beruhigter am kommenden Sonntag in das Stadt-Derby gegen den HSV gehen. Für die Kölner ist die Lage im Abstiegskampf durch diesen Rückschlag wieder prekär.

Erst zum dritten Mal seit dem Wiederaufstieg hatte Trainer Holger Stanislawski die St. Pauli-Spieler vor einem Heimspiel in einem Hotel zusammengezogen. Die Maßnahme sollte den Teamgeist noch weiter zu stärken, schien zunächst keine Früchte zu tragen. Nach der beschwerlichen Anfangsphase und ein paar Fehlversuchen traf dann aber Takyi. Nun lief das Spiel der Gastgeber plötzlich besser und Takyi traf erneut. Nachdem FC-Schlussmann Michael Rensing noch gegen den frei stehenden Gerald Asamoah gerettet hatte, staubte Takyi entschlossen zum 2:0 ab.

Kurz darauf verhinderte der mehr und mehr im Mittelpunkt stehende Rensing gegen Bolls Fernschuss den dritten Treffer der nun stark aufspielenden Hanseaten. Dass die Leistungsträger Marius Ebbers und Carsten Rothenbach verletzt fehlten, fiel in dieser Phase gar nicht auf. Eher schon war markant, dass die Rheinländer den Ausfall von Abwehrchef Pedro Geromel (Gelbsperre) und dessen verletzt zusehenden Vertreters Yussef Mohamad nicht kompensieren konnten.

Nach dem Wechsel brachte Kölns Coach Frank Schaefer in Miso Brecko und Mato Jajalo zwei frische Kräfte in seine Elf, in der auch Kapitän und Nationalspieler Lukas Podolski abtauchte. Zwar konnten die Gäste das Match nun wieder offener gestalten. Für die Entscheidung sorgte dann aber der eingewechselte Bruns. dpa

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