Sport : Elf Meter, kein Tor

Freiburg – Hannover 0:0

Christoph Kieslich

Freiburg - Viel war es nicht, was der SC Freiburg und Hannover 96 bei ihrer Nullnummer zustande brachten, oder, wie es der Trainer der 96er, Ewald Lienen ausdrückte: „Wir haben schon bessere Fußballspiele gesehen.“

Die Schlüsselszene erlebten die 21 000 Augenzeugen in Freiburg in der 50. Minute, als Alexander Iaschwili im rechten Fuß von Vinicius Bergantin einfädelte. Für Schiedsrichter Peter Sippel ein klarer Strafstoß, für Lienen ein Fall von: „Irren ist menschlich.“ Der anschließende Elfmeter von Lewan Zkitischwili war eine sichere Beute für Hannovers Torwart Robert Enke. Es war der erste Fehlschuss des Georgiers nach sechs erfolgreichen Anläufen in der Ersten Liga. Enke tauchte zielsicher nach rechts und bedankte sich hinterher für den Hinweis von Jörg Sievers, einst selbst als Elfmeterheld bekannt geworden und heute Torwarttrainer in Hannover. Sievers hatte per Videoanalyse Zkitischwilis Lieblingsecke lokalisiert.

Während Hannover in den beiden Auswärtsspielen seine vier Punkte nach der Winterpause holte, war das Remis für die Freiburger und die 28-Punkte-Kalkulation von Volker Finke zu wenig. „Wenn man nicht absteigen möchte, muss man seine Heimspiele gewinnen“, befand achselzuckend Bundestrainer Joachim Löw, früher als Spieler vertraut mit Freiburger Abstiegsnöten.

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