Sport : Elfmeter bringt die Erlösung

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Gwangju (dpa). Geheimfavorit Spanien hat den „Fluch der Auftaktspiele“ vertrieben und Kurs auf das Achtelfinale genommen. Beim 3:1 (1:0) über Slowenien feierten die Iberer im südkoreanischen Gwangju den ersten Erfolg in einem WM-Startspiel seit 1950. Vor 25 000 Zuschauern erzielten Stürmerstar Raul (44.), Juan Carlos Valeron (74.) und Fernando Hierro (88./Foulelfmeter) die Tore für die Südeuropäer, die in der Gruppe B die Führung vor Paraguay und Südafrika übernahmen. Beide Rivalen hatten sich zuvor in Busan 2:2 getrennt. Für die Slowenen traf Sebastian Cimirotic (82.).

Der erstmals für eine WM-Endrunde qualifizierte Außenseiter aus Slowenien wollte Frankreich-Bezwinger Senegal nacheifern und für die nächste Sensation sorgen. Entsprechend respektlos und forsch ging die seit Jahren eingespielte Elf des ehemaligen Stuttgarter Bundesliga-Profis Srecko Katanec gegen die stark eingeschätzten Spanier zu Werke. Der Favorit war zunächst nur bei Standardsituationen gefährlich. Javier de Pedro (17./21.) zirkelte dabei das Leder mit viel Effet zwei Mal knapp über das Gehäuse. Auf Seiten der konterstarken Slowenen kam dann aber immer weniger von Mittelfeld-As Zlatko Zahovic. Der Mann von Benfica Lissabon zwang Casillas jedoch mit einem 22-m-Schuss zu einer weiteren Parade (25.).

Bei den bis dahin enttäuschenden Spaniern dauerte es 35 Minuten, ehe sie zur ersten herausgespielten Chance kamen, doch Rauls Kopfball landete in den Armen von Keeper Marko Simeunovic. Im nächsten Versuch machte es der Stürmerstar besser, als er nach Luis Enriques Solo den Abpraller entschlossen ins Netz drosch. Mit seinem 26. Länderspiel-Treffer zog Raul mit Emilio Butragueno als dem zweiterfolgreichsten Torjäger seines Landes hinter Fernando Hierro (28) gleich.

Mit der beruhigenden Führung im Rücken spielten die Spanier nach Wiederanpfiff etwas befreiter auf. Und in dem Maße, in dem die lange kompakt agierenden Slowenen ihre Defensive aufgaben, kam der Gegner besser ins Spiel - und zu Chancen, doch erst scheiterte Diego Tristan (58.) und dann der für ihn eingewechselte Fernando Morientes (64.) am starken Simeunovic. Valeron schien mit dem 2:0 alles klar gemacht zu haben, doch nach dem Anschlusstreffer des eingewechselten Cimirotic sorgte erst Hierros verwandelter Strafstoß für Spaniens Erlösung.

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