Sport : Elfmeter nach 90 Minuten

Der Tabellenletzte Energie Cottbus verliert in der Nachspielzeit 2:3 gegen den VfB Stuttgart

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Cottbus (dpa). Nach einem ElfmeterGegentreffer in der Nachspielzeit kann sich Energie Cottbus wohl kaum noch vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga retten. Beim 2:3 (1:1) gegen den VfB Stuttgart sorgte der eingewechselte Ioan Viorel Ganea am Sonnabend für die fünfte Niederlage des Tabellenletzten nacheinander. Die Schwaben hingegen dürfen weiter auf die Champions League hoffen. Stuttgart rückte auf Platz zwei vor, hat aber 14 Zähler Rückstand auf Bayern München.

Nach frühen Treffern durch Silvio Meißner in der ersten für den VfB und Robert Vagner in der siebten Minute für Cottbus brachte ein direkt verwandelter Eckball des ebenfalls eingewechselten Horst Heldt (75.) den Schwaben wieder die Führung, die Andrzej Juskowiak (84.) erneut ausglich. Nach Foul von Silvio Schröter an Heldt traf Ganea vom Elfmeterpunkt aus zum dritten VfB-Auswärtssieg in Serie.

In der turbulenten Anfangsphase beendete Meißner nach nur 58 Sekunden die Serie von zuletzt drei torlosen Treffen beider Teams gegeneinander. Der Mittelfeldspieler traf aus 22 Metern ins rechte obere Eck, vom Innenpfosten prallte der Ball ins Netz.

Doch die Freude der Stuttgarter währte nur bis zum Solo von Vagner, der erst Timo Wenzel stehen ließ und dann ins lange Eck vollendete. Wenzel war für Marcelo Bordon ins Team gerückt, der Brasilianer hatte sich den Magen verdorben. An Stelle des gesperrten Krassimir Balakow spielte Christian Tiffert, Balakows Rolle übernahm Alexander Hleb, nach der Pause durfte sich Heldt versuchen - zunächst mit wenig Erfolg.

Nach den schnellen Toren verflachte das Niveau vor 12 529 Zuschauern teilweise erschreckend. Der VfB war dank vieler Cottbuser Ballverluste feldüberlegen, machte mit dem starken Wind im Rücken aber zu wenig daraus.

Nach der Pause änderte sich das Bild: Die Cottbuser hatten viele Chancen, allein Vagner verpasste dreimal die Führung. Aufregung gab es in der 74. Minute: Nach Ecke von Heldt und Kopfball von Wenzel klärte Reghecampf wahrscheinlich hinter der Linie. Nur wenige Sekunden später verpasste Wenzel Heldts Eckball, der Ball rutschte zwischen allen Spielern hindurch ins Tor. Heldt vergab gegen Lenz das 1:3, wurde in der turbulenten Schlussphase aber noch zum Matchwinner.

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