EM-Finale : Stimmen zum Spiel

Bundeskanzlerin Angela Merkel lächelt Schweinsteiger an und spricht Ballack Mut zu: "Bei der WM Dritter und jetzt Zweiter, das ist schon was. Vielleicht steigern wir uns in Südafrika bei der WM weiter."

Merkel Schweinsteiger
Schweini, lächel mal! Angela Merkel macht vor, wie es geht.Foto: ddp

Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Im Finale zu stehen, ist schon toll. Sie haben gekämpft, aber es hat nicht ganz gereicht. Ich habe zu Ballack gesagt, dass wir noch ein bisschen warten müssen, bis wir ganz doll zusammen feiern können, aber dass wir uns langsam hocharbeiten.“

Bundestrainer Joachim Löw: "Wir können mit dem Turnier insgesamt sehr zufrieden sein, die Mannschaft hat Großartiges geleistet. Diese Niederlage wird für uns Anspron sein, in den nächsten zwei Jahren an gewissen Dingen arbeiten, um uns für die WM zu qualifizieren. In den ersten 15 Minuten hatten wir das Spiel gut im Griff und haben dann unseren Rythmus etwas verloren. Wenn wir die letzten zwei Jahre sehen,  sind wir in Europa schon weit vorn. Allerdings haben wir in dieser Zeit auch auf einem spierelischen Niveau gespielt, das wir bei der EM nicht in jedem Spiel erreichen konnten. Vielleicht lag es bei dem ein oder anderen Spieler auch an dem Druck."

Luis Aragones (Trainer Spanien): "Wir haben eine Mannschaft zusammengestellt, die fantastisch spielt. Alle arbeiten zusammen. Es ist ein glücklicher Tag für Spanien, weil wir das Turnier auf brillante Weise gewonnen haben. Wir waren am Anfang nervös, da waren die Deutschen besser, erst nach einer Viertelstunde waren wir besser, da war ich mir sicher, dass wir gewinnen würden." 

Michael Ballack: "Wir haben eine hervorragende EM gespielt und sind jetzt natürlich enttäuscht. Aber Spanien hat nicht unverdient gewonnen. Gestern hatte ich noch nicht daran gedacht, spielen zu können, aber dank unserer medizinischen Abteilung konnte ich doch auflaufen."

Jens Lehmann: „Wir stehen leider auf der Seite, die nichts zu feiern hat, und das ist sehr frustrierend. Die Enttäuschung wird erst in den kommenden Wochen, Monaten oder Jahren kommen. Ich habe mir zum Ziel gemacht, den Titel zu gewinnen, und wenn man dann kurz davor steht, ist es doppelt enttäuschend. Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers. Hätte, hätte, hätte. Jeder wird jetzt sagen, was ihm nicht gepasst hat, aber jeder muss seine Enttäuschung selbst verarbeiten. Ich rede jetzt erst einmal über gar nichts, bin zu enttäuscht vom Ausgang des Finals. Wenn ich eine Entscheidung bekanntzugeben habe, werde ich die erstmal meinen Mitspielern und den Trainer bekanntgeben. Das war mein letztes EM-Spiel.“

Iker Casillas (Torhüter Spanien): „Am Ende haben wir uns wirklich durchgesetzt. Als der Schiedsrichter abgepfiffen hat, verspürte ich eine immense Freude. Aber ich spüre auch sehr viel Müdigkeit.“

Cesc Fabregas (Spanien): „Es ist fantastisch. Das ist mein schönster Tag als Spieler. Ich denke nicht, dass uns bewusst ist, was wir geschafft haben. Nach 44 Jahren. Das war einer meiner Träume und ich habe ihn verwirklicht. Wir haben uns Chancen erarbeitet, wir haben schönen Fußball gespielt, und wir haben schließlich verdient Erfolg gehabt. Wir sind ein junges Team und wir werden versuchen, auch in zwei Jahren den WM-Titel zu gewinnen.“

Philipp Lahm: "Wir haben nicht so gut nach vorne gespielt, wie wir das erhofft hatten. Unser Kombinationsspiel war nicht so zielstrebig. Jetzt ist schlechte Stimmung. Wir wollten den Titel holen, das ist uns nicht gelungen. Aber wir müssen nach vorne schauen, bald beginnt die WM-Qualifikation und die werden wir schaffen.“

Fernando Torres: "Lahm war vor dem Tor in einer besseren Situation, aber im entscheidenden Augenblick hat er nachgelassen, das war mein Vorteil. Das sind Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Es war eine fantastische Saison mit Liverpool, ich will mehr Titel. Aragones ist wie ein weiterer Spieler, er mag den Ball, er mag guten Fußball. Wir wussten, es ist sein letztes Spiel und wir sind sehr glücklich, dass wir ihm diesen Titel schenken konnten."

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