EM-Qualifikation : Deutschland besiegt Slowakei

Der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist dank einer beherzten Leistung ein wichtiger Schritt in Richtung Europameisterschaft 2008 geglückt. Deutschland besiegte die Slowakei hoch verdient mit 4:1.

Bratislava - Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gewann ihr drittes Qualifikationsspiel gegen die Slowakei hochverdient mit 4:1 (3:0). Vor 10.000 Zuschauern im Stadion "Tehelne Pole" in Bratislava sorgten die Tore von Lukas Podolski (11., 72.), Michael Ballack (25.) und Bastian Schweinsteiger (36.) für den fünften Sieg im fünften Spiel unter Löw. Stanislav Varga (58.) hatte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielt. Damit bleibt die DFB-Auswahl in der Gruppe D weiter ohne Punktverlust und belegt hinter Tschechien - das ein Spiel mehr absolviert hat - Rang zwei.

Wie erwartet kehrten bei der deutschen Elf nach dem "Debütanten-Ball" von Rostock (2:0 über Georgien) wieder die bewährten Kräfte zurück. Einzig Neuling Clemens Fritz durfte auf der rechten Außenbahn im Team bleiben. Somit komplettierte wieder Philipp Lahm die Viererkette auf der linken Seite neben dem "doppelten Friedrich" Manuel und Arne in der Innenverteidigung. Im Mittelfeld spielten die WM-erprobten Bernd Schneider, Torsten Frings, Ballack und Schweinsteiger hinter dem bewährten Angriffsduo Podolski und Miroslav Klose.

Im 4-4-2-System der Slowaken liefen gleich drei Bundesliga-Legionäre auf. Miroslav Karhan vom VfL Wolfsburg kam im rechten Mittelfeld zum Einsatz. Im Angriff spielte Marek Mintal vom 1. FC Nürnberg etwas zurückgezogen hinter seinem Vereinskollegen Robert Vittek.

Spielkontrolle von Anfang an

Wer nach dem glanzvollen 5:1-Erfolg der Slowaken am Samstag in Wales auf einen offen Schlagabtausch tippte, musste sich bald eines besseren belehren lassen. Einzig die deutsche Elf knüpfte an ihre überzeugenden Vorstellungen der letzten Wochen an und kontrollierte das Spiel von Beginn an. Gleich mit der ersten Strafraumszene gelang der schulmäßige Führungstreffer: Schneider spielte Klose auf der rechten Seite frei. Der Angreifer von Werder Bremen zog auf die Grundlinie vor und legte den Ball auf Podolski zurück. Ohne große Mühe rechtfertigte der Jungstar nach dem Platzverweis gegen Georgien seine erneute Aufstellung mit dem 1:0 (13.).

Leichtfüßig und spielfreudig setzte die Elf von Löw nach. Allen voran Podolski: Nach einem Pass von Schweinsteiger setzte sich der Bayern-Stürmer auf links durch, doch Klose köpfte die mustergültige Flanke aus drei Metern über das Tor (18.). Zwei Minuten später wurde der WM-Torschützenkönig nach einem Traumpass von Podolski gerade noch von Verteidiger Martin Skrtel am Torschuss gehindert.

Während die Slowaken nur schwerlich in die gegnerische Hälfte vordrangen, kombinierten die DFB-Auswahl munter weiter und wurde erneut belohnt. Als die Abwehr der Osteuropäer eine Abseitsfalle probte, stahl sich Ballack davon und verwertete per Kopf eine Flanke von Lahm (25.). Die spektakuläre erste Hälfte krönte Schweinsteiger mit dem 3:0, nach dem der unsichere Keeper Kamil Contofalsky einen Schuss von Ballack nur abklatschen konnte (36.).

Anschlusstreffer in der 58. Minute

Wohl bedingt durch den komfortablen Vorsprung kam die deutsche Elf etwas behäbiger aus den Kabinen. Zunächst gab Vittek nur einen Warnschuss aus zu spitzen Winkel (49.). Doch nach einem unkonzentrierten Befreiungsschlag von Torhüter Jens Lehmann kam die Elf vom wohl scheidenden Nationaltrainer Dusan Galis zum Anschlusstreffer: Der 1,96-Meter-Hüne Stanislav Vargas stieg nach einem Freistoss am höchsten und vollendete mit dem Kopf (58.).

Ohne das deutsche Tor ernsthaft in Gefahr zu bringen, rückten die Slowaken nun weiter auf. Nicht unüberraschend entstand somit der vierte deutsche Treffer nach einem Konter. Nach einem weiten Pass von Ballack legte Klose vor dem Tor der Hausherren den Ball uneigennützig auf Sturmpartner Podolski auf, der sich mit seinem zweiten Treffer bedankte (72.). Während sich die Slowaken nun endgültig geschlagen geben mussten, erspielte sich die Löw-Elf weitere gute Möglichkeiten. Doch Schneider (74.) und der eingewechselte Odonkor (80.) verpassten knapp. (tso/ddp)

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