EM-Qualifikation : Löw benennt Ballack und Metzelder

Michael Ballack und Christoph Metzelder werden bei den EM-Qualifikationsspielen gegen Irland und San Marino wieder für Deutschland auf dem Rasen stehen. Bundestrainer Löw benannte dagegen keine Neulinge.

Frankfurt/Main - Für die ersten beiden Qualifikationsspiele zur Fußball-Europameisterschaft 2008 hat Bundestrainer Joachim Löw keine weiteren Neulinge nominiert. Dafür werden Kapitän Michael Ballack und Christoph Metzelder, die zuletzt im Testspiel gegen Schweden (3:0) verletzt fehlten, in den Kader der Nationalmannschaft für die Spiele am 2. September gegen Irland (20.45 Uhr, live in der ARD) und am 6. September in San Marino (20.45 Uhr, live im ZDF) zurückkehren. Zugleich wurde am Donnerstag Löws neuer Assistenz-Trainer Hans-Dieter Flick offiziell vorgestellt. Der frühere Bundesliga-Profi betonte, er sehe seine Hauptaufgabe darin, dem Bundestrainer "die Arbeit so einfach wie möglich" machen. Franz Beckenbauer lobte Flick als fleißig und sehr loyal.

Löw bezeichnete es als Problem, dass mit Per Mertesacker, Robert Huth und Jens Nowotny drei Innenverteidiger und WM-Teilnehmer verletzungsbedingt fehlten. Dennoch verzichtete der 46-Jährige auf die Nominierung weiterer Abwehrspieler. Er denke, dass man mit 18 Feldspielern und zwei Torhütern gut in die Qualifikationspartien gehen könne. Zudem hoffe er, dass Spielmacher Ballack vom FC Chelsea und der Dortmunder Defensivakteur Metzelder rechtzeitig fit werden.

Bei den Spielen gegen Irland und San Marino wird erstmals Flick neben Löw auf der Trainerbank Platz nehmen. Löw bezeichnete den 41-Jährigen als "Wunschkandidaten" für den Posten des Co-Trainers. Er und sein neuer Assistent stimmten in Spielphilosophie und Trainingslehre absolut überein, betonte der Bundestrainer. Laut Teammanager Oliver Bierhoff sei jemand gesucht worden, der loyal zu seinem Cheftrainer stehe und zudem eigene Stärken habe. Beides treffe auf Flick zu. "Flick denkt sehr akribisch und sehr modern", lobte ihn Bierhoff. Die Neubesetzung des Posten war nötig geworden, nachdem der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach der Weltmeisterschaft seinen Rücktritt erklärt hatte und der bisheriger Assistent Löw zu seinem Nachfolger berufen worden war.

Flick hatte zuletzt unter Chefcoach Giovanni Trapattoni und dessen Co-Trainer Lothar Matthäus als Sportlicher Koordinator und Trainerassistent beim österreichischen Erstligisten Red Bull Salzburg gearbeitet. Der frühere Bundesliga-Profi betonte, sowohl Salzburgs Co-Trainer Lothar Matthäus als auch Löw hätten ihm zum Wechsel zum DFB geraten. Er bedankte sich bei seinem ehemaligen Klub für die rasche Freigabe. Bei dem Deal sei Franz Beckenbauer, der mit Salzburgs Klubchef Dieter Mateschitz befreundet ist, "federführend" beteiligt gewesen. "Meine Meinung war ganz klar, einem so jungen Mann wie dem Hansi Flick kann man die Chance, die er jetzt hat, nicht verwehren", sagte Beckenbauer über seine Vermittlerrolle. "Ich denke, das wird ein gutes Gespann", fügte der WM-Cheforganisator mit Blick auf das neue Trainerduo hinzu.

Zwischen 1984 und 1993 bestritt Flick insgesamt 148 Bundesligaspiele für den FC Bayern München und den 1. FC Köln. Mit den Bayern wurde er viermal deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger. Bis Dezember 2005 war der frühere Mittelfeldspieler, der 2003 sein Trainerdiplom an der Deutschen Sporthochschule in Köln zusammen mit Thomas Doll als Jahrgangsbester bestand, insgesamt fünf Jahre als Trainer beim Regionalligisten TSG Hoffenheim tätig.

Für die Länderspiele gegen Irland und San Marino berief Löw die beiden Torhüter Jens Lehmann (Arsenal London) und Timo Hildebrand (VfB Stuttgart). In der Abwehr sollen Malik Fathi (Hertha BSC Berlin), Manuel Friedrich (FSV Mainz 05), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach), Philipp Lahm (FC Bayern München) und Metzelder die insgesamt vier Positionen besetzen. Fathi und Manuel Friedrich hatten gegen Schweden ihr Länderspieldebüt gegeben.

Im Mittelfeld setzt Löw neben Ballack auf Tim Borowski und Torsten Frings von Werder Bremen, Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), David Odonkor (Borussia Dortmund) und Bernd Schneider (Bayer Leverkusen). Für den Angriff wurden Gerald Asamoah (FC Schalke 04), Mike Hanke (VfL Wolfsburg), Miroslav Klose (Werder Bremen), Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach) und Lukas Podolski (FC Bayern München) nominiert. (tso/ddp)

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