EM-Qualifikation : Löw setzt auf Borowski

Für die deutsche Fußball-Nationalelf zählt am Mittwoch in San Marino nur ein deutlicher Sieg. Nach dem 1:0-Auftakterfolg im Qualifikationsspiel gegen Irland gilt es, sich in der Gruppe D oben festzusetzen.

Rimini - Bundestrainer Joachim Löw setzt gegen San Marino am Mittwoch (20.45 Uhr, live im ZDF) auf Tim Borowski. Der Mittelfeldakteur von Bundesligist Werder Bremen werde bei der Begegnung in Serravalle von Beginn an spielen, sagte Löw am Dienstag auf einer Pressekonferenz im italienischen Rimini. Borowski, der beim ersten Qualifikationsspiel gegen Irland (1:0) am Samstag erst spät eingewechselt wurde, habe im Training sehr gute Leistungen gezeigt, fügte der Bundestrainer hinzu. Wer für den 26-Jährigen auf der Bank Platz nehmen muss, verriet Löw noch nicht.

"Borowski kann sehr viele spielerische Akzente setzen, was bei einem defensiven Gegner sehr wichtig ist", begründete er seine Entscheidung. Ob er weitere Veränderungen in der Aufstellung gegenüber dem Irland-Spiel vornehme, sollte sich erst nach dem Abschlusstraining am Dienstagabend zeigen, sagte Löw.

Löw fordert Torhunger

Gegen "Fußball-Zwerg" San Marino forderte Löw einen hohen Sieg. "Ich erwarte Torhunger von der Mannschaft", betonte er. Diesen Torhunger gelte es für ihn als Trainer nun zu schüren. Zugleich räumte er ein, dass es "nicht ganz so einfach" sei, die Mannschaft emotional auf das Spiel gegen den krassen Außenseiter einzustellen. Ziel sei es, die Partie möglichst schnell zu entscheiden. "Ich bin absolut überzeugt, dass wir uns nicht blamieren", gab sich Löw optimistisch.

Wenig Hoffnung auf einen Überraschungscoup hat hingegen Löws Gegenüber Giampaolo Mazza. "Es ist klar, dass wir gegen Deutschland verlieren", sagte der Nationaltrainer von San Marino. "Aber sollten wir - und insbesondere unser Torwart - einen guten Abend erwischen, schaffen wir es vielleicht, die Niederlage in Grenzen zu halten. 0:7, 0:8, 0:9 - das macht ja keinen Spaß", fügte der 50-Jährige hinzu. (tso/ddp)

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