EM-Qualifikation : Tschechien Gruppensieger - Schweden und Türkei durch

Tschechien hat den ersten Platz der Gruppe D durch ein 2:0 gegen Zypern geholt. Auch Schweden und die Türkei haben sich qualifiziert. Durch eine Schwäche der Niederländer droht den Deutschen dennoch der schwere Lostopf eins für die EM.

Tschechien Zypern
Der tschechische Torschütze zum 1:0, Daniel Pudil (r.), im Zweikampf mit Zyperns Konstantinos Charalambidis (l.). -Foto: dpa

Auch Schweden und die Türkei haben das Ticket zur Fußball-Europameisterschaft 2008 gelöst. Die Schweden besiegten zum Abschluss der Ausscheidungs-Runde nach Toren von Marcus Allbäck (1. Minute) und Kim Källström (57.) Lettland mit 2:1 (1:1) und schafften als Zweite der Gruppe F hinter den schon qualifizierten Spaniern und vor Verfolger Nordirland den Sprung zur Endrunde nach Österreich und in die Schweiz. Es ist Schwedens dritte EM-Teilnahme in Serie. Die Türkei setzte sich in Gruppe C dank Nihats Siegtreffer (43.) gegen Bosnien-Herzegowina 1:0 (1:0) durch und holte das EM-Ticket vor Norwegen, das zwar dank eines Tore-Dreierpacks von Steffen Iversen 4:1 (3:0) auf Malta gewann, seine EM-Chance aber am Samstag durch die 1:2-Heimpleite gegen die Türken eingebüßt hatte.

In der "deutschen" Gruppe sicherte sich Tschechien den ersten Platz. In ihrem abschließenden EM-Ausscheidungsspiel siegte das Team von Coach Karel Brückner in Nikosia 2:0 (1:0) gegen Zypern und machte dank der Tore von Daniel Pudil (11.) und Jan Koller (74.) vorzeitig den Gruppensieg perfekt. Das deutsche Team, das am Abend in Frankfurt noch zum letzten Gruppenspiel gegen Wales antrat, belegt in der Abschlusstabelle der Gruppe D den zweiten Rang.

Dennoch "droht" der DFB-Auswahl bei der Endrunden-Auslosung der schwere Lostopf eins. Denn nach der unerwarteten 1:2 (0:0)-Schlappe der Niederlande in Weißrussland, für das in Minsk Witali Bulyga (49). und Wladimir Korytka (65.) bei einem Gegentor von Rafael van der Vaart (89.) trafen, konnte das Team von Bundestrainer Joachim Löw mit einem Sieg in Frankfurt über Wales in der Endabrechnung noch auf exakt denselben Koeffizienten (2,416) kommen, der aus den Ausscheidungs-Ergebnissen für die WM 2006 und die EURO 2008 errechnet wird. In dem Fall käme Deutschland laut UEFA-Reglement wegen der besseren EM-Qualifikation bei der Auslosung am 2. Dezember in Luzern neben den Gastgebern Schweiz und Österreich sowie Titelverteidiger Griechenland in den Lostopf 1, der eine schwerere EM-Vorrundengruppe verheißt. (mit dpa)

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