EM-Qualifikation : U 21 nach Remis gehörig unter Druck

Das U 21-Team von Trainer Dieter Eilts muss um die Teilnahme an der Fußball-EM bangen. In der Qualifikation gegen Frankreich sprang nach 90 Minuten nicht mehr als ein Unentschieden heraus.

Paul Wollenhaupt[dpa]
Ashkan Dejagah, Andreas Beck
Gut gemacht. Andreas Beck (l.) gratuliert Ashkan Dejagah zu seinem Treffer. -Foto:dpa

MagdeburgDie Hoffnungen der deutschen Fußball-Junioren auf die Teilnahme an der U 21-Europameisterschaft 2009 in Schweden haben einen schweren Dämpfer erhalten. Im Playoff-Hinspiel kam die Mannschaft von Trainer Dieter Eilts am Freitag gegen Frankreich nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und steht in der zweiten Partie am nächsten Mittwoch in Metz gehörig unter Druck.

Eilts zeigt sich optimistisch

Vor 12.550 Zuschauern in Magdeburg war der Wolfsburger Ashkan Dejagah (14. Minute) für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erfolgreich. Younes Kaboul (23.) traf nach einem Fehler von Schalkes Torhüter Manuel Neuer für Frankreich. "Wir hatten sie gut im Griff, aber nach dem Gegentor war es wie abgeschnitten. Das ist etwas, was wir am Mittwoch in Frankreich besser machen müssen. Noch ist nichts verloren“, sagte Eilts, der in Magdeburg auf fünf angeschlagene Jung-Profis, darunter den Dortmunder Innenverteidiger Mats Hummels, verzichten musste.

Dafür feierte Marko Marin sein Comeback in der U 21. Der 19 Jahre alte A-Nationalspieler aus Mönchengladbach wurde von Bundestrainer Joachim Löw eigens für die Playoff-Partien abgestellt. Zudem kehrten Neuer und Dejagah nach Verletzungen in die Startformation zurück.

In einem temporeichen Match benötigte die Eilts-Elf einige Minuten, um ihre Nervosität abzulegen. Die DFB-Youngster mussten eine Schrecksekunde überstehen, als der Franzose Jeremy Menez frei stehend aus kurzer Distanz verzog (2.), wurden in der Folge aber mutiger und kamen zu Torchancen. Eine gute Vorarbeit des Bremers Mesut Özil konnte sein Vereinskollege Aaron Hunt (10.) zwar nicht verwerten, doch dafür belohnte Dejagah die Bemühungen der Hausherren. Der Wolfsburger schloss einen Sololauf mit einem beherzten Schuss zum 1:0 ab.

Schwache Abwehr der DFB-Elf

Die kompakt auftretenden Franzosen ließen sich aber nicht beeindrucken und übernahmen nach dem Rückstand die Initiative. Bei den schnellen und präzisen Angriffen der Gäste konnte die deutsche Abwehr ihre Defizite nicht kaschieren. Neuer gelang zwar eine Fußabwehr gegen Mathieu Coutadeur (19.), doch machte der Keeper im Anschluss an eine Ecke keine glückliche Figur: Kaboul köpfte den Ausgleich, nachdem Neuer den Ball verpasst hatte.

Die Franzosen traten auch im zweiten Durchgang sehr ballsicher auf und bestimmten das Tempo. Harmlos präsentierte sich zunächst die Offensive der Hausherren, in der sich auch Marin nicht entfalten konnte und nach einer Stunde gegen Toni Kroos ausgewechselt wurde. Der 18-jährige Jungstar vom FC Bayern München sorgte für etwas Belebung, der erneute Führungstreffer fiel aber nicht mehr. Die größte Torchance vergab Özil (68.) nach guter Vorarbeit des Hoffenheimers Andreas Beck.

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