EM-Qualifikation : Verdienter Sieg gegen starke Iren

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit einem Heimsieg in die Qualifikation zur EM 2008 gestartet. Matchwinner im Spiel gegen Irland war Lukas Podolski.

Stuttgart - Die DFB-Elf gewann am in der Gruppe D gegen Irland mit 1:0 (0:0) und bescherte Bundestrainer Joachim Löw einen gelungenen Pflichtspieleinstand. 53.198 Zuschauer, darunter gut 10.000 stimmgewaltige Iren, füllten das Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion bis auf den letzten Platz und sorgten 56 Tage nach dem triumphalen 3:1-Sieg im WM-Spiel um Platz drei an gleicher Stelle gegen Portugal für eine glänzende Stimmung. Lukas Podolski (57.) erzielte in einem tempogeladenen und sehr unterhaltsamen Spiel das Tor des Tages und sicherte der DFB-Auswahl drei hochverdiente Zähler.

Löw musste mit Christoph Metzelder, Per Mertesacker, Jens Nowotny und Robert Huth auf sämtliche nominellen Innenverteidiger des WM-Kaders verzichten. Erstmals von Beginn an dabei war der Mainzer Manuel Friedrich, der gemeinsam mit seinem Berliner Namensvetter Arne Friedrich die Innenverteidigung bildete. Wie schon beim Testspiel gegen Schweden (3:0) rückte Philipp Lahm auf die rechte Außenverteidigerposition, Marcell Jansen bekleidete dessen angestammte linke Seite. Bei den namhaft besetzten Gästen erhoffte sich Trainer Steve Staunton im offensiv ausgerichteten 4-4-2-System vor allem von den international renommierten Angreifern Robbie Keane und Damien Duff Torgefahr.

Beide Mannschaften offensiv eingestellt

Von Beginn an entwickelte sich eine tempogeladene und umkämpfte Partie, in der beide Mannschaften zunächst konsequent den Weg in die Offensive suchten. Den besseren Start verzeichneten dabei die Iren, die mit konsequentem Pressing im Mittelfeld und gekonntem Flügelspiel für Gefahr sorgten. Die größte daraus resultierende Möglichkeit hatte Keane (2.), der eine Flanke von Steve Finnan aus zehn Metern knapp am Tor vorbeiköpfte.

Es dauerte gut 20 Minuten, ehe sich Deutschland besser auf den Gegner einstellte und Tormöglichkeiten erspielte. Dabei rückte Keeper Shay Given in den Mittelpunkt und bewahrte sein Team mit glänzenden Paraden vor einem Rückstand. So scheiterte erst Miroslav Klose (28.) nach guter Kombination über Michael Ballack und Bastian Schweinsteiger aus Nahdistanz per Kopf. Wenig später fand auch Lukas Podolski (29.) mit einem Distanzschuss im Mann von Newcastle United seinen Meister. Anschließend ließ das Tempo etwas nach. Beide Teams standen nun engmaschiger im Raum und unterbanden bis zur Pause zumeist erfolgreich die gegnerischen Angriffsbemühungen.

Freistoßtor mit dem berühmten "Quäntchen Glück"

Direkt nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel wieder Fahrt auf. Zunächst köpfte Podolski (47.) aus aussichtsreicher Position über das Tor, dann prüfte auf der Gegenseite Steven Reid (49.) Jens Lehmann mit einem wuchtigen Freistoß. Im Gegenzug blieb erneut Given Sieger gegen Klose, als dieser von Bernd Schneider glänzend mit der Hacke angespielt frei zum Abschluss kam. In der 57. Minute war Given dann aber machtlos. Podolski hatte einen Freistoß aus 20 Metern getreten und Irlands Kapitän Keane den Ball unhaltbar zur umjubelten Führung abgefälscht.

Fortan ließ sich die DFB-Elf etwas zurückfallen, um die sich nun bietenden Räume bei schnellen Gegenstößen gekonnt zu nutzen. Spätestens beim Kopfball von Klose (70.) an die Latte wäre eine höhere Führung verdient gewesen. Irland musste in der Schlussphase dem hohen Tempo Tribut zollen und konnte bis zum Abpfiff nicht mehr entscheidend zulegen. Schweinsteiger traf in der Nachspielzeit mit einem Freistoß aus 18 Metern nur den Pfosten (90.+1). (tso/ddp)

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