EM-Qualifikation : Warum ein Scheitern Hollands so blamabel wäre

Holland könnte die Europameisterschaft verpassen. Dabei hat Uefa-Präsident Michel Platini wirklich alles unternommen, damit die großen Fußballnationen dabei sind. Ein Kommentar.

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Arjen Robben (li.) hat schon bessere Zeiten mit der holländischen Nationalmannschaft erlebt. Foto: dpa
Arjen Robben (li.) hat schon bessere Zeiten mit der holländischen Nationalmannschaft erlebt.Foto: dpa

Im Prinzip war die Erkenntnis verbürgt: Mittlerweile ist es schwerer, sich nicht für die Fußball-Europameisterschaft zu qualifizieren, als es doch zu tun. Schuld ist natürlich der von Uefa-Präsident Michel Platini erdachte neue Modus, der nächstes Jahr in Frankreich Premiere feiern und nunmehr 24 Teams die Chance zur Teilnahme einräumen wird. 54 Staaten tauchen in der Liste des europäischen Fußballverbands auf, soll heißen: Fast jedes zweite Team ist bei der Europameisterschaft dabei.

Allen Statistiken zum Trotz haben es Hollands Auswahlkicker trotzdem irgendwie geschafft, sich in der EM-Qualifikation derart in Bedrängnis zu bringen, dass sie womöglich das nächste Turnier verpassen. Nach acht von zehn Spielen belegen die Niederländer in ihrer Gruppe nur den vierten Rang und wären damit nicht für die EM in Frankreich qualifiziert. Droht da etwa die Neuauflage eines fürchterlichen WM-Ohrwurms aus dem Jahr 2002 ("Ohne Holland fahr'n wir zur WM")?

Island dagegen, das kleine Island mit all seinen herausragenden Teamsportlern, ist zum ersten Mal bei einer EM dabei. An dieser Stelle sollte auch an Rudi Völler erinnert werden: Der Ex-Nationaltrainer hat ja bereits vor mehr als einem Jahrzehnt darauf hingewiesen, dass im Weltfußball nichts mehr ist, wie es einmal war – übrigens nach einem 0:0 in der EM-Qualifikation auf Island.

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