EM-Qualifikationsspiele : Türkei blamiert, Italien gegen Frankreich Remis

Während England seinen ersten Sieg im neuen Wembley-Stadion feiern durfte zitterte sich Weltmeister Italien zu einem 0:0-Unentschieden gegen Frankreich. Die Türkei blamierte sich gegen Malta. Die Ergebnisse der EM-Qualifikation.

England Foto: AFP
Shaun Wright-Phillipps (l.) war der Spieler bei Englands erstem Sieg im neuen Wembley-Stadion. -Foto: AFP

HamburgItalien muss um die Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft 2008 bangen. Der Weltmeister kam in Mailand bei der Neuauflage des WM-Finals von 2006 nicht über ein 0:0 gegen Vize-Weltmeister Frankreich hinaus und rutschte mit 17 Punkten in der Gruppe B auf den dritten Tabellenplatz ab. Schottland (18) schob sich durch ein 3:1 (1:0) gegen Lettland auf Rang zwei hinter der "Equipe Tricolore" (19). Unterdessen ist das englische Team des zuvor stark kritisierten Trainers Steve McClaren durch ein 3:0 (1:0) gegen Israel wieder im Rennen.

In der deutschen Gruppe erfüllte Tschechien (17 Punkte) als ärgster Verfolger der DFB-Auswahl seine Pflichtaufgabe durch ein 3:0 (1:0) in San Marino. Die früheren Dortmunder Bundesliga-Profis Tomas Rosicky und Jan Koller erzielten je einen Treffer. Die Slowakei kam gegen Irland dank des Last-Minute-Tores von Marek Cech zu einem 2:2 (1:1) gegen Irland.

Türkei nur Unentschieden gegen Malta

Die Türken gerieten auf Malta zwei Mal in Rückstand und erreichten trotz eines Treffers von Halil Altintop (FC Schalke 04) nur ein blamables 2:2 (1:1). Sie müssen mit 14 Punkten als Tabellendritter der Gruppe C weiter um das EM-Ticket bangen. Norwegen ist nach dem 1:0 (0:0) in Moldawien weiter Zweiter (16) hinter den spielfreien Griechen von Trainer Otto Rehhagel (18).

Die Niederlande (17 Punkte) gewannen das wichtige Verfolger-Duell in der Gruppe G und verdrängten Bulgarien durch einen 2:0 (1:0)-Sieg vom zweiten Tabellenplatz. Wesley Sneijder von Real Madrid und Stürmer Ruud van Nistelrooy waren erfolgreich. Rumänien hielt sich durch ein 3:1 in Weißrussland weiter schadlos. Der Tabellenführer (20) bleibt auch nach dem achten Gruppenspiel ungeschlagen.

England siegt 3:0 gegen Israel

Die Engländer wahrten ihre Chance auf die EM-Teilnahme und stimmten sich für das Gipfeltreffen mit Russland ein. Sie bezwangen im Londoner Wembley-Stadion schwache Israelis mit 3:0 (1:0). Shaun Wright-Phillips (20. Minute), Michael Owen (49.) und Micah Richards (67.) trafen für die "Three Lions", denen wenig Gegenwehr entgegengebracht wurde. Durch den Sieg liegt das Team in der Gruppe E mit 17 Zählern weiter nur einen Punkt hinter den Russen, die am Mittwoch in London antreten. Die russische Auswahl von Trainer Guus Hiddink gewann in Moskau gegen Mazedonien mit 3:0 (1:0). Spitzenreiter bleibt aber weiter Kroatien (20 Punkte), das mit 2:0 (2:0) Estland besiegte.

England konnte in dem richtungweisenden und brisanten Duell erneut nicht seine Bestbesetzung aufbieten. Es fehlten unter anderem die Stars Wayne Rooney, David Beckham, Frank Lampard und der Ex-Münchner Owen Hargreaves. Doch auch ohne das Quartett diktierte der Gastgeber das Geschehen nach Belieben - glänzen konnte man jedoch nicht. Die Israelis agierten erschreckend schwach. England-Gegner Russland beseitigte nach dem 1:0 durch Wasili Beresutski (9.) erst in den letzten Minuten alle Zweifel. Andrej Arschawin (84.) und Alexander Kerschakow (88.) schossen einen standesgemäßen Sieg heraus.

Toppmöllers Georgien 1:1 gegen Ukraine

In der Gruppe B sind die Chancen auf die EM-Teilnahme für die Ukraine weiter gesunken. Der WM-Teilnehmer kam in Georgien nur zu einem 1:1 (1:0). Nach der Führung durch Oleg Schelajew traf in vorletzter Minute David Siradze (SC Paderborn) für das Team des ehemaligen Bundesliga-Trainers Klaus Toppmöller.

In der Gruppe F leisteten sich die bislang überraschend starken Nordiren einen Fauxpas. Durch ein Eigentor von Chris Baird (56.) verlor das Team in Lettland mit 0:1 (0:0). In der gleichen Gruppe verpasste es Schweden durch ein 0:0 gegen Dänemark, sich an der Tabellenspitze abzusetzen. Der Duisburger Bundesliga-Profi Klemen Lavric (2) und Milivoje Novakovic (1. FC Köln) waren für die in der Gruppe G chancenlosen Slowenen beim 3:0 (2:0) gegen Luxemburg erfolgreich. (mit dpa)

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