Sport : EM-Splitter: Die Fussballbörse: Einheitlich chaotisch

Der deutsche Rentenmarkt tendierte am Freitag einheitlich, und zwar einheitlich chaotisch. Zwar traf sich der Aufsichtsrat um Vizepräsident Mayer-Vorfelder in Frankfurt (Main) zur Krisensitzung, aber mehr als die Bestätigung der Krise kam nicht heraus. Insider werten Mayer-Vorfelders Management dieses eklatanten Werteverlustes inzwischen als Beleg für seinen brancheninternen Spitznamen "Trollinger-Gerd". Darüberhinaus grummeln Basis und der Ehemaligenrat. Karlheinz Rummenigge von der Münchner Abteilungsleitung suchte gar schon Hilfe im Buddhismus: "Wir müssen nicht ins Nirwana abgleiten", der vormalige Vorstandsvorsitzende Berti Vogts forderte, dass die Bewertung seiner Arbeit nun nachträglich korrigiert gehört und entpuppte sich damit als kleiner, alter Mann der Fußball-Börse. Alles nicht sehr Vertrauen erweckend.

Gänzlich autark vom deutschen Rentenmarkt behauptete sich indes der Euro-Fax und schloss, selbst in der Handelspause, im leichten Plus. Die positive Erwartung der Anleger auf die Gipfeltreffen am Wochenende ist augenscheinlich zu gefestigt, als dass sie sich von den Positionsproblemen des deutschen Wertes beieinflussen ließe. Den positiven Trend nutzten auch Seiteneinsteiger, wie der Münchner Promi-Friseur Gerhard Meir, um sich mal wieder ins Gespräch zu bringen. Er setzt nach eingehender Bewertung des Kopfschmucks von Nuno Gomez und Joao Pinto auf Portugal: "Der Biss in den Haaren unterstreicht ihren rassigen Charakter." Allerdings erscheint diese Analyse wenig fundiert und wird auch nicht von allen geteilt. Der schüttere Anlagen-Berater Stephan L. von der Münchner Anlage-Connection Livers meint denn auch: "Na, ich weiß nicht."

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