Sport : EM-Splitter: Die Fußballbörse

Schwacher Handelstag, wenig Umsatz bei nur einem Spiel. Erstmals seit Handelsbeginn am vergangenen Sonnabend zeigt der Fax eine deutliche Abwärtstendenz. Das Spiel der Italiener gegen Belgien war von herber Fantasielosigkeit geprägt (zumindest sehen das die strengen Börsen-Analysten so). Trotz des 2:0 glaubt außerhalb des Standorts Stiefel niemand, dass mangelndes Engagement und eine defensive Geschäftsidee mehr als mittelfristigen Erfolg bringen. Die innere Führungsstruktur des Azur-Chips ist auch nicht geeignet, Zuversicht auf stürmische Zeiten zu verbreiten: Trainer Dino Zoff war in seinem letzten Job Torhüter, ist damit von Natur aus von starkem Sicherheitsdenken geprägt. Negativ wirkt sich zudem aus, dass Filippo Inzaghi, der leitende Außendienstler, eine der wesentlichen Marktregeln (Abseits) nicht bei seinen Aktivitäten berücksichtigt. Wie reagierte ZDF-Analyst Bela Rhety? Mit grundloser Überbewertung der Performance. Belgien zeigte auf der anderen Seite viel Unternehmenswillen, tätigte aber keinen einzigen Abschluss. Das hat die Euphorie der Börse am Handelsort Brüssel erheblich gedämpft. Hoffnung schafft lediglich, dass ein Sieg gegen die Türkei genügt, im Geschäft zu bleiben.

In Deutschland reagieren Anleger zunehmend panisch. Ein traditioneller Wert wie Bierhoff musste wegen Schwächen im Unterbau vom Markt genommen werden. Der Vorstandsvorsitzende Ribbeck legt weiterhin mangelnde Flexibilität an den Tag und setzt starr auf die Old Economy Matthäus. Wer soll da Vertrauen gewinnen?

Die derzeitige Sorge wird die nächsten Tage nicht dominieren. Schon am Wochenende werden bedeutende Firmen aktiv, Beobachter rechnen mit einem Rekordhoch. amen/leb/not/uem

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